"Gelbe Karte" ist ein Erfolg

Gelbe Karten gibt es nicht nur auf dem Sportplatz. Wer im Landkreis Gießen etwa ohne Fahrerlaubnis oder unter Alkohol Auto fährt, Drogen konsumiert oder Gewalttaten begeht, bekommt eine Verwarnung direkt nach Hause geschickt. Seit vier Jahren erhalten Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren im Landkreis Gießen eine letzte Warnung vor der Roten Karte - dem Entzug des Führerscheins. Das Präventions-projekt zeigt Wirkung, stellen die Beteiligten fest.

Warnschuss rüttelt die meisten wach

"Der Warnschuss macht den jungen Betroffenen klar, dass sie bei wiederholtem Fehlverhalten etwas Wichtiges verlieren könnten - ihren Führerschein", sagt Polizeipräsident Manfred Schweizer bei der Bilanz der ersten vier Jahre.

Ziel sei es, Straftaten vorzubeugen. Die Vorgehensweise ist einfach: die Polizei meldet der Führerscheinstelle, wenn junge Menschen strafrechtlich auffallen. 475 Mitteilungen sind in den ersten vier Jahren von der Polizei an die Behörde übermittelt worden. Dort wird geprüft, ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind. 264 junge Menschen aus dem Landkreis haben seit April 2011 eine Gelbe Karte erhalten. Dabei handelt es sich um einen Brief auf gelbem Papier. Nur 15 der verwarnten jungen Menschen sind danach erneut auffällig geworden.

Die Pilotphase "Gelbe Karte" läuft bis noch 2019. Danach wird entschieden, ob das Projekt auf weitere Kreise und Führerscheinstellen ausgeweitet wird. (red)


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