Gießener Grüne legen Programm fest

KOMMUNALWAHL Energie ist ein Schwerpunkt

Im Konzept finden sich zwölf Themenschwerpunkte, vom Klimaschutz vor Ort über einen starken Naturschutz, Tierschutz, Abfallpolitik, Wasser und einem Sozialprogramm bis hin zu Breitbandinternet, Finanzpolitik und der Bildungspolitik vor Ort. Schwerpunkt ist auch das Thema Straßen. Auch auf dem Feld und im Supermarkt sollen in Landwirtschaft und Verbraucherschutz grüne Akzente gesetzt werden.

Ein Euro pro Einwohner für Arbeit in Tierheimen

Wichtigste Vorhaben für die kommende Legislaturperiode sind die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes, der Bau neuer kreiseigener Gebäude ausschließlich im Passivhausstandard, die energetische Sanierung kreiseigener Gebäude sowie der konsequente Ausbau von Fernwärmenetzen und Nahwärmeinseln. Darüber hinaus soll bei Neubauten und Renovierungen kreiseigener Gebäude Solarenergienutzung berücksichtigt werden.

Die Grünen fordern darüber hinaus, dass die Untere Naturschutzbehörde in ihren Entscheidungen unabhängig bleiben und Streuobstwiesen erhalten werden sollen. Sie machen sich außerdem dafür stark, dass der von den Tierschutzvereinen geforderte Betrag von einem Euro pro Einwohner an die Tierheime gezahlt wird.

Jagdsteuer soll in voller Höhe erhoben werden

Wieder in voller Höhe erhoben werden soll die Jagdsteuer, um mit dem Geld Naturschutzmaßnahmen und Projekte in der Landwirtschaft zu fördern. Die Reduzierung der Restmüllmenge ist oberstes Ziel grüner Politik. Weil 52 Prozent der Gesamtfläche des Kreises bestehende und geplante Wasserschutzgebiete ausmachten, sei es sinnvoll, vor Ort Maßnahmen durchzuführen, die sich positiv auf den Wasserhaushalt auswirken. Deshalb sollen alle Möglichkeiten zur Entsiegelung von Bodenflächen genutzt werden.

Das Sozialprogramm setzt sich für mehr Chancengerechtigkeit und ein starkes soziales Miteinander ein. Notwendig sei deshalb ein flexibles und differenziertes Angebot von Familienzentren, sozialpädagogischer Familienhilfe und heilpädagogischen Tages- und Wochengruppen.

In der Schulpolitik sollen die Schulentwicklungspläne regelmäßig fortgeschrieben werden. Ziel ist es, dass möglichst vielen Kindern und Jugendlichen im Landkreis möglichst viele Bildungsabschlüsse offen stehen.

Zur besseren Vernetzung von Rad, Bus und Bahn fordern die Grünen überdachte Abstellanlagen an zentralen Haltestellen. Auch die Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in Bussen und Bahnen müsse vorangetrieben werden. (wi)


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