Große Musik in der Arena

KONZERT Solisten, Chöre und Orchester geben "Elias" von Mendelssohn Bartholdy

Chorprobe im Stadttheater: Jan Hoffmann hat seine Chöre genau im Blick. (Foto: Friese)

Unter dem Dirigat von Jan Hoffmann musizieren unter anderem der Gießener Konzertverein, die Wetzlarer und die Frankfurter Singakademie sowie der Bassbariton Simon Bailey in der Titelpartie. Beginn ist heute um 20 Uhr und Sonntag um 19 Uhr.

Das Oratorium, das als Meilenstein des kompositorischen Schaffens Mendelssohn Bartholdys und Höhepunkt der Oratorienliteratur des 19. Jahrhunderts gilt, gehört zum festen Konzertrepertoire auf den Bühnen weltweit. Mendelssohn, der aus einer jüdischen Familie entstammte und später zum Protestantismus konvertierte, verarbeitete in "Elias" auch ein Stück seiner eigenen religiösen Biografie.

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Das Werk zeugt dabei nicht nur von einer tiefen religiös-musikalischen Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben, sondern schlägt auch - da der namensgebende Prophet unabhängig vom Neuen Testament betrachtet wird - eine Brücke zwischen Judentum und Christentum.

Neben den Solisten und dem Orchester wirken 200 Sänger mit

Der Komponist verwendet eine Vielzahl musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten, indem er den alttestamentlichen Text mal als biblisches Drama gestaltete, mal das Geschehen durch Abschnitte aus den Prophetenbüchern kommentierte.

Nach dem überschwänglichen Erfolg mit der Aufführung von Verdis "Messa da Requiem" in der Rittal-Arena 2013, geht das Stadttheater in eine zweite Runde zu gehen: So werden die Klänge des Oratoriums, die vom Wirken des kämpferischen Propheten, seinen Zweifeln und schließlich seiner Himmelsfahrt berichtet, nicht nur das Gießener Theater, sondern auch die Ränge der Arena in Wetzlar erfüllen.

Unter der Gesamtleitung von Jan Hoffmann singen Sopranistin Naroa Intxausti (Stadttheater Gießen), Simon Bailey (Mailänder Scala, Frankfurter Oper) in der Titelrolle sowie Stefanie Schaefer (Staatsoper Stuttgart, Badisches Staatstheater Karlsruhe), Markus Schäfer (Hamburgische Staatsoper, Deutsche Oper am Rhein) und der Knabensopran Achim Ströde. Zu hören sind ferner das 56-köpfige Philharmonische Orchester Gießen sowie ein 200-köpfiger Chor, der sich aus dem Gießener Konzertverein, der Wetzlarer und der Frankfurter Singakademie sowie dem Chor und dem Kinder- und Jugendchor des Stadttheaters zusammensetzt.

Eintrittskarten (18,50 bis 30,50 Euro) an der Konzertkasse der Arena oder an der Gießener Theaterkasse. (red)


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