Grothe zieht Pfarrreform durch

KIRCHE Sieben Pastorale Räume

Damit wurde nun ein wichtiger Schritt zur Neuordnung des Kirchenbezirks vollzogen, der bisher aus 15 Pastoralen Räumen besteht. "Grothe setzt einen Vorschlag um, der nach der Visitation vom damaligen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst 2013 vorgelegt und dann in den Gremien des Bezirks breit diskutiert wurde", heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamts.

Seit mehreren Jahren befindet sich das Bistum Limburg in einem Prozess der Neustrukturierung. Ziel ist es, überall sogenannte "Pfarreien neuen Typs" einzurichten. Der Vollzug wurde am Mittwoch der Versammlung der Seelsorgerinnen und Seelsorger wie auch den gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern im Bezirkssynodalrat mitgeteilt.

Ursprünglich war die Errichtung der neuen Pastoralen Räume bereits für den 1. April geplant. Die Entscheidung habe Grothe nun nach intensiver Beratung mit den synodalen Gremien gefasst. Die neuen Pastoralen Räume seien eine Vorstufe der im Zeitraum von 2017 bis 2020 zu gründenden Pfarreien neuen Typs.

Im Vorfeld war der Zuschnitt der neuen Pfarreien "nicht wirklich" umstritten

Weihbischof Thomas Löhr habe als Dezernent für die Pastorale Dienste die neu errichteten Pastoralen Räume beauftragt, die Pfarreiwerdung vorzubereiten. "In den Diskussionen im Bezirk waren die Zuschnitte der neuen Räume nicht wirklich strittig, wohl aber gab und gibt es zahlreiche Fragen zur inneren Gestaltung der neuen Pfarreien. Diesen Fragen trägt die Errichtung jetzt insofern Rechnung, als sie ausdrücklich darauf verweist, dass im Prozess der Pfarreiwerdung Fragen zum Beispiel nach dem Namen der Pfarrei und nach der inneren Organisation geklärt werden können", heißt es in der Mitteilung des Bezirksamts.

Mit der Entscheidung des Apostolischen Administrators sei der rechtliche Akt zur Errichtung der neuen Pastoralen Räumen gesetzt. Neben vielen kritischen Stimmen sei bei der Vorstellung in den Konferenzen der Seelsorger und des Bezirkssynodalrats Freude aufgekommen, dass mit der Errichtung der neuen Pastoralen Räume der nächste Schritt auf dem Weg der Neuordnung der Pastoral gegangen werde.

Der Bezirk Limburg sehe sich nun vor der Aufgabe, wie die sieben neuen Pastoralen Räume mit Leben erfüllt werden und wie sie im Einzelnen strukturiert und organisiert werden können. An vielen Orten im Bezirk Limburg hätten sich die bestehenden Gremien bereits auf den Weg hin zu den geplanten neuen Strukturen gemacht.

Neue Gemeinden suchen jetzt nach ersten Möglichkeiten zur Begegnung

Vielerorts habe man sich zum Kennenlernen verabredet, um den neuen Raum zu erfahren und um auszuloten, was sinnvollerweise gemeinsam organisiert werden sollte. Es sei "bereits fast Standard", dass gegenseitig zu Pfarrfesten eingeladen werde.

Diesen Weg werde man in den nächsten Monaten verstärkt weitergehen und nach dem 1. Oktober die nötigen Gremien des neuen Pastoralen Raums bilden, um gemeinsam arbeitsfähig zu sein, heißt es zur praktischen Umsetzung.


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