Hartig-Preis: Ein Leben für die Natur

AUSZEICHNUNG Klaus-Peter Rödig erhält den Hartig-Preis

Unter den Gästen der Festaktes (v. r.) waren Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirschaftrates, Wiltrud Weers, Nachfahrin von Georg Ludwig Hartig, Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim sowie Staatsministerin Priska Hinz. (Foto: Keller)

Der Vorstandsvorsitzende der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung, Carsten Wilke (l.), überreicht Professor Dr. Klaus-Peter Rödig den Georg-Ludwig-Hartig-Preis. (Foto: Keller)

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Es ging um nicht mehr und nicht weniger als "das Schönste im ganzen Hessenland: der Wald". Mit diesem Zitat begrüßte Staatsministerin Priska Hinz (Grüne), zuständig für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit, die knapp 200 Gäste im Haus des Gastes Gladenbach. Ihre Ankündigung, dass die Landesregierung sich noch stärker als bisher dafür einsetzen werde, die Quote der so genannten "stillgelegten" Waldflächen - also Flächen die völlig aus der Bewirtschaftung herausgenommen werden - zu erhöhen, stieß dabei nicht auf ungeteilte Zustimmung des Publikums.

Auch die beiden Festvorträge von Dr. Joachim Hamberger von der TU München und Prof. Dr Norbert Weber (TU Dresden) stellten die herausragenden Verdienste Hartigs im Hinblick auf die nachhaltige Forstwirtschaft heraus. Sie betonten dabei aber auch, sich nicht von einem Zeitgeist irritieren zu lassen, der sich grundsätzlich gegen die Forstwirtschaft richte. "Wenn Forstarbeiter tätlich daran gehindert werden, ihrer Arbeit nachzugehen, ist das der falsche Weg", sagte Weber.

Viele reizvolle Aufgaben erlebt

Förster aus ganz Hessen waren der Einladung der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung gefolgt, um den 250. Geburtstag des Forstwissenschaftlers in seiner Geburtsstadt zu feiern.

Hartig habe den Begriff der Nachhaltigkeit zwar nicht erfunden, er habe ihn aber wie kein anderer von der Theorie in die Praxis übertragen. Darüber waren sich an diesem Tag alle Redner einig.

In Forstwirtschaft und -wissenschaft verdient gemacht hat sich auch Klaus-Peter Rödig, der neue Preisträger des Georg-Ludwig-Hartig-Preises. Die Laudatio des verhinderten Stiftungsratsvorsitzenden Berthold Riedesel verlas Carsten Wilke. Aufgewachsen in Marburg habe Rödig, nach dem Studium der Forstwirtschaft in Freiburg, unter anderem als Leiter der Forsteinrichtungsanstalt Generationen von Forstreferendaren geprägt. "Unter anderem auch mich", ergänzte Wilke.

"Die Entscheidung für die Forstwirtschaft hat mir interessante und reizvolle Aufgaben in Hülle und Fülle verschafft", sagte der Preisträger mit Rückblick auf seine beruflichen Stationen. Sein Dank galt auch seiner Frau, die oft auf in verzichten musste, mit der er aber gerade erst den 50. Hochzeitstag gefeiert hat.

Bevor es im Rahmen einer Exkursion auf die Spuren Hartigs in den Wäldern von Gladenbach ging (Bericht auf dieser Seite), überreichte Carsten Wilke unter dem Applaus der Anwesenden die Ehrenurkunde der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung an Klaus-Peter Rödig.


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