"Haus auf Korsika" ist die letzte Chance

Christelle Cornil wird zur Aussteigerin
In Ziegenhirte Pascal (Francois Vincentelli) findet Christina (Christelle Cornil) auf Korsika einen aufmerksamen Gesprächspartner, aber nicht mehr. (Foto: Schwarz-Weiß)

Cornil spielt Christina, die um die 30 ist, ihr Kunststudium erfolgreich abgeschlossen hat und nun, da sie keine ihr gemäße Anstellung findet, in einer Pizzeria jobbt, die dem Vater ihres Freunds gehört. Ihr Leben ohne Hoffnungen, Träume und Ziele scheint schon zu Ende zu sein, bevor es überhaupt erst richtig begonnen hat, doch da erbt sie von ihrer verstorbenen Großmutter besagtes Haus auf Korsika, von dessen Existenz niemand wusste.

Spontan bricht sie dorthin auf, denn etwas Besseres als den Tod findet man schließlich fast überall, wie man spätestens seit den Brüdern Grimm weiß. Dumm nur, dass das Anwesen eine ziemliche Bruchbude ist, deren Reiz sich erst aus der Abgeschiedenheit der sie umgebenden Natur erschließt, und auch ein rustikaler Ziegenhirte trägt dazu bei, dass sich Christina zum Bleiben entschließt.

Für sie ist zum Entsetzen ihrer Familie das Leben am "Arsch der Welt" (wie der Originaltitel nahe legt), in der abgeschiedenen Bergwelt Korsikas und fern allen Komforts eine Herausforderung. Ein Pfund, mit dem der Film wuchert, ist seine großartige Hauptdarstellerin, die manchmal so verloren scheint, als müsse man ihr auf die Sprünge helfen.

Laufzeit: 82 Minuten; FSK: frei ab 6 Jahren


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