Henkel: Ein System, das sich bewährt hat

Wirtschaft  RP Gießen lobt Managementsystem für Arbeitsschutz bei der Firma Henkel

Ein System für Arbeitsschutz, das sich nach Expertenmeinung schon zweimal bewährt hat: Rainer Thielmann vom Regierungspräsidium Gießen (r.) übergibt die ASCA-AMS-Urkunde an Josef Wollmann, den Geschäftsführer der Firma Henkel in Schönbach. (Foto: RP Gießen)

„Mit einem engagierten Arbeitsschutz im Betrieb werden Unfälle und Erkrankungen in der Belegschaft verhindert“, so Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, dessen Verwaltung für die Überwachung in den fünf Landkreisen zwischen Limburg und Schlitz sowie Biedenkopf und Hungen verantwortlich ist.

Nun, nach Ablauf der dreijährigen Laufzeit der AMS-Bestätigungsurkunde, wurde das Schönbacher Unternehmen nach einer weiteren Überprüfung erneut ausgezeichnet. Vorausgegangen war ein umfassendes Begutachtungsverfahren, bei dem während einer sogenannten ASCA-AMS-Bestätigung die Fachleute des Regierungspräsidiums Gießen (RP) das Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) der Firma genau unter die Lupe nahmen. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis: Die Regelungen bei Henkel deckten selbst in Detailfragen die Anforderungen an den Arbeitsschutz ab. Die neuerliche Überprüfung bestätigte den hohen Standard des Systems.

„Vorbildlich gelebter Arbeitsschutz“

„Auch neue und aktuelle Prozesse werden erfolgreich in das bestehende Arbeitsschutzmanagementsystem eingebunden, was dessen Funktionsfähigkeit eindrucksvoll bestätigt“, sagt Rainer Thielmann, ASCA-AMS Beauftragter des Regierungspräsidiums Gießen, im Rahmen der Urkundenübergabe an den Geschäftsführer der Henkel AG, Josef Wollmann.

In allen untersuchten Bereichen hätten die Prüfer einen vorbildlich gelebten Arbeitsschutz vorgefunden. Ein Großteil der Belegschaft hat beispielsweise auch eine Ausbildung zum Ersthelfer absolviert und die Firma hat eine eigene, sehr gut ausgestattete Werksfeuerwehr etabliert.

Bemerkenswert seien außerdem auch die detaillierten Anweisungen und Gefährdungsbeurteilungen für Fremdfirmen, so Thielmann. Das heißt konkret: Instandhaltungsarbeiten dürfen von Fremdfirmen erst dann auch wirklich durchgeführt werden, wenn diese Arbeitsanweisungen gemäß internen Freigabescheinen von entsprechend verantwortlichen Personen bestätigt sind.

Der Standort der Firma Henkel in Schönbach existiert schon seit 1925 (vormals Gerhard Collardin GmbH) und gehört seit rund 62 Jahren zum Henkel-Konzern. Am Standort werden Chemikalien zur Metallvorbehandlung für den Korrosionsschutz produziert. Diese finden Anwendung in der Automobil-, Elektronik-, Stahl- und Luftfahrtindustrie. Unternehmen mit Sitz in Hessen, die ein Arbeitsschutzmanagementsystem führen, können dieses einer Bewertung durch Experten der Arbeitsschutzaufsicht bei den Regierungspräsidien unterziehen lassen. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Unternehmen eine ASCA-AMS Bestätigungsurkunde mit dreijähriger Gültigkeitsdauer.

Damit werden die besonderen Leistungen des Unternehmens im Arbeitsschutz gewürdigt. (red)


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