HeroRats spüren Landminen auf

TIERE Ratten sind sehr intelligent
Dr. Heidi Bernauer-Münz. (Foto: Privat)

Ratten gehören aber auch zu den Tierarten, die als Haustier gehalten werden können. Sie beeindrucken ihre Besitzer durch besondere Intelligenz und Zuneigung. In menschlicher Obhut gehaltene Ratten stammen normalerweise von Laborzüchtungen ab und haben unterschiedliche Fellfarben. Die Tiere sind ganz weiß, schwarz weiß gefleckt oder hellbraun gefärbt.

Ratten in Menschenhand sind aber nicht nur tierische Gefährten. In Kambodscha gibt es einen Verein, der Ratten zu erfolgreichen Lebensrettern ausbildet. Dabei wird der ausgesprochen gute Geruchssinn der Tiere genutzt.

Die Tiere lernen, unter der Erde verborgene Landminen und andere Sprengstoffe zu erschnüffeln und anzuzeigen. Da Ratten ein sehr geringes Gewicht haben, können sind über eine Mine gehen, ohne diese auszulösen. Die oft umherliegenden Metallteile stören sie nicht, sie ignorieren sie einfach.

Kambodscha ist das Land mit den meisten Landminen weltweit. Über drei Jahrzehnte wütete dort ein Krieg, der viele Opfer forderte. Obwohl seit Ende der 90er Jahre Frieden herrscht, können keine Straßen gebaut und keine Ländereien bewirtschaftet werden, viele Wassereinzugsgebiete sind vermint.

Durch die HeroRats kann eine schnelle Überprüfung und anschließende Säuberung großer Gebiete vorgenommen werden. Haben die Ratten ihre Arbeit geleistet und Entschärfungstrupps die Minen entfernt, können sich die Menschen wieder ohne Angst frei bewegen und ihr Land aufbauen.

Tuberkulose erschnüffeln

Die Ratten in Kambodscha haben aber noch ein weiteres Einsatzgebiet: sie können Tuberkulose erschnüffeln. Die Erkrankung kann ohne großen Aufwand erkannt und den betroffenen Menschen eine genauere Untersuchung und Behandlung ermöglicht werden.

Ratten haben erstaunliche Fähigkeiten und diese kann man für den Menschen nutzen. Ratten sind in Kambodscha "Nützlinge" und die Bewohner sind den Tieren ausgesprochen dankbar.


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