Im Streit kann der Schiedsmann schlichten

Tagung  40 Schiedsleute lassen sich in Wetzlar fortbilden / Ehrungen für langjährigen Einsatz

Ehrungen (v. l.): Gudrun Felkl, Günter Winkel, Manfred Braun und Vorsitzender Manfred Schneider. (Foto: privat)

Schlichten statt Richten – die Devise und Aufgabe der in den Städten und Gemeinden des Bezirks tätigen Schiedspersonen stand im Mittelpunkt der ganztägigen Veranstaltung. Referent Manfred Schneider, Vorsitzender der Bezirksvereinigung Limburg, konnte aus seinem nunmehr 49-jährigen Erfahrungsschatz als Schiedsmann schöpfen und anhand von Fallbeispielen die rechtlichen und formalen Zusammenhänge deutlich machen. Nachbarschaftliche Streitigkeiten, zivilrechtliche Forderungen, Strafsachen wie Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung – in vielen Fällen kann die Schiedsstelle in kostengünstigen Verfahren weiterhelfen, ohne sofort vor Gericht klagen zu müssen.

Streitschlichter unterliegen Kontrollen

Das Schlichtungsergebnis wird von den Parteien gemeinsam erarbeitet und von den Schiedspersonen protokolliert. Die von Camberg bis Haiger angereisten 40 Schiedspersonen wurden über die Abläufe des Schlichtungsverfahrens von Antragstellung bis Abschluss der Verhandlung mit den notwendigen Formalitäten informiert. Arbeiten mit dem Formularserver und der Homepage des BDS sowie der Bezirksvereinigung waren ebenfalls Bestandteil der umfangreichen Informationen, die den Teilnehmern nahegebracht wurden.

Die von den Amtsgerichten berufenen und vereidigten Schiedspersonen sind geschulte Streitschlichter und unterliegen ständiger Qualitätskontrolle.

Schneider hatte die besondere Aufgabe, im Rahmen der Tagung Ehrungen für langjährig tätige Schiedsmänner vorzunehmen: Schiedsmann Manfred Braun wurde für 25 Jahre Tätigkeit in Haiger-Allendorf und Günter Winkel aus Breitscheid-Erdbach für zehnjährige Tätigkeit als Schiedsmann mit Urkunden des Amtsgerichts Dillenburg ausgezeichnet. Ihr ehrenamtlicher Einsatz in der außergerichtlichen Streitschlichtung und somit ihr Beitrag für die Gemeinschaft in ihren Heimatorten verdienten Dank und Anerkennung, so Schneider. (red)


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