Info-Abend über Asylunterkunft

SOZIALES Gemeinde: Spät informiert worden

Sie ziehen ab Dienstag in das Haus 13 in der Bergstraße. Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) zeigt sich verwundert darüber, dass er so spät über die Zuweisung vom Landkreis informiert wurde. Die ersten Hinweise seien am Freitag vom Abfallwirtschaftsbetrieb gekommen, die Bestätigung der Kreisverwaltung kam aber erst am Montag, wie der Bürgermeister auf TAGEBLATT-Nachfrage sagte. Zeit für Vorbereitungen blieben so kaum.

Die Gemeinde stellt das vor mehrere Herausforderungen. "Natürlich spricht sich das in der Gemeinde herum und ich will nicht, dass der Eindruck entsteht, wir hätten als Gemeinde Informationen nicht weitergegeben", sagt Scholz. Im Gegenteil, ihm sei daran gelegen, dass die Bewohner vor Ort so schnell wie möglich über die Situation informiert würden.

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Deshalb hat Scholz kurzfristig eine Bürgerversammlung einberufen. Um 17 Uhr beginnt das Treffen am heutigen Dienstag im Bürgerhaus in Probbach.

Ortsvorsteherin Inge Drossard-Gintner sieht in der übereilten Einweisung Probleme, das Haus Nummer 13 in der Bergstraße sei zwar renoviert worden, es sei aber noch keine Einrichtung vorhanden. Auch macht sie sich Gedanken darüber, ob die Wände trocken sind. Sie will auch nicht, dass die Probbacher Bürger "überfahren" werden. Sie hofft deshalb, wie Scholz, dass die Bürger die Versammlung besuchen.

Die Ortsvorsteherin verweist auf die in Winkels problemlos in der "Alten Schule" und in der Maienburgstraße 12 aufgenommenen Asylbewerber. Hier haben der Landkreis, die Gemeinde, verschiedene Institutionen und die Vermieter der Aufnahme der Asylsuchenden sehr hilfreich zur Seite gestanden. Inge Drossard-Gintner hofft, dass dies auch in Probbach gelingt, der Ausschuss "Unterkunft" des Ortsbeirates will hierbei hilfreich zur Seite stehen, wie sie sagte.

Bürgermeister Thomas Scholz hat auch in der Gemeindevertretersitzung am Montag über die Situation informiert. Die Gemeinde sei engagiert bei der Unterbringung von Asylsuchenden.

Im Januar soll im Ortsteil Mengerskirchen eine neue Unterkunft entstehen, in der ebenfalls 19 Asylsuchende unterkommen sollen.


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