Informationen zur Vogelgrippe

Region. Die Allgemeinverfügung, die am vergangenen Wochenende für Geflügelhalter rund um den Dutenhofener See und den Aartalsee herausgegeben wurde, wird jetzt ausgeweitet: Ab heute sind alle Geflügelhalter im Lahn-Dill-Kreis dazu angehalten, sich an bestimmte Maßnahmen zu halten, um ihre Tiere vor dem H5N8-Virus zu schützen. Das betrifft besonders die mittleren und kleinen Betriebe, da hier die Biosicherheitsmaßnahmen nicht auf dem hohen Niveau der größeren Betriebe sind. Großbetriebe handeln ohnehin ständig nach diesen Sicherheitsmaßnahmen - jetzt müssen auch die kleinen nachziehen.

"Sowohl die Tierhalter als auch die Verwaltung müssen die Verantwortung für den Schutz der Hausgeflügelbestände übernehmen - besonders bei der aktuellen Bedrohungslage", so Heinz Schreiber, Erster Kreisbeigeordneter und der für den Tierschutz zuständige Dezernent des Lahn-Dill-Kreises. Um die Gesundheit des gehaltenen Geflügels zu schützen, hat der Bund jetzt eine Dringlichkeitsverordnung erlassen, und spricht damit Geflügelbetriebe an, die bis zu 1.000 Tiere halten.

Ab dem 21. November 2016 gelten die folgenden Biosicherheitsmaßnahmen für alle Geflügelhalter:

1. Die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten des Geflügels sind gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren zu sichern.

2. Die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden. Diese Personen müssen die Schutz- und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen.

3. Die Schutzkleidung muss nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt werden.

4. Es ist eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorzuhalten.

Außerdem ist es von großer Wichtigkeit, dass das Bestandsregister auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Neben den Zu- und Abgängen ist bei einer Haltung von mehr als 100 Stück Geflügel je Werktag die Anzahl der verendeten Tiere und bei einer Haltung von mehr als 1.000 Stück Geflügel zusätzlich die Gesamtzahl der gelegten Eier jedes Bestandes je Werktag einzutragen. Die Geflügelpest rückt immer näher. Inzwischen hat sie mit Hessen das siebte Bundesland erreicht. Geflügelhalter, die Fragen zum Thema haben, können sich gerne mit dem Veterinärwesen des Lahn-Dill-Kreises in Verbindung setzen: veterinaeramt(at)lahn-dill-kreis.de, Tel. 06441 407-7711.


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