Jahrhunderte zum Klingen gebracht

KONZERT "Klangfarben" begeisterten mit ihrem Gesang in der Hospitalkirche

Die Gießener "Klangfarben" sangen in der Hospitalkirche in neuem Outfit und mit neuem Chorleiter. (Foto: Rühl)

"Klangfarben - neu gemischt", war das Programm überschrieben, zu dem der Chor rund 80 Besucher begrüßen konnte. Sprecher Hartmut Stenzel erläuterte, dass das Motto in mehrfacher Hinsicht zu verstehen sei. So werde der Chor durch seinen neuen Chorleiter aufgemischt.

Den Chor bunt aufgemischt

Es war das erste Konzert, das Peter Schmitt dirigierte. Schmitt hat Schulmusik an der Musikhochschule Frankfurt studiert. Dazu gehörte auch das Fach Chorleitung bei Professor Uwe Gronostay. Seine Kenntnisse als Chorleiter setzt er mit verschiedenen Chören in Mittelhessen um und konnte bei regionalen und internationalen Wettbewerben mehrere Diplome gewinnen. Zurzeit stehen neben den Klangfarben auch der Männerchor Sängerkranz Watzenborn-Steinberg, der Gesangverein Harmonie Daubringen und die Schulchöre der Liebigschule Gießen unter seiner Leitung.

Schmitt löste Ende letzten Jahres den Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Uwe Maibaum, als Chorleiter ab. Die Klangfarben haben, typisch für einen Kammerchor, zwischen 20 und 23 Sängerinnen und Sänger. Am Sonntag standen 23 Mitglieder auf der Bühne. Schwarze Hemden und Blusen wurden gemäß dem Namen des Chores durch bunte Farben bei den Röcken der Damen und den Fliegen der Herren ergänzt.

Die Buntheit des Konzertes kam auch in der Auswahl der Lieder zum Ausdruck. Es war eine Mischung aus Kammermusik und geistlichen Liedern, die vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichten. Eröffnet wurde das rund 90-minütige Konzert durch die indianische Weise "Evening rise". Themen der musikalischen Vorträge waren, passend zur Jahreszeit, die Liebe und die Veränderungen in der Natur. Dazu gehörten Lieder wie "Rest, sweet nymphs" von Francis Pilkington (1562-1638) über "Die Nachtigall" von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) und "Es waren zwei Königskinder" von Max Reger (1873-1916) bis hin zu Songs aus Skandinavien wie "Aftonen" (Abendstimmung) des schwedischen Komponisten Hugo Emil Alfvén (1872-1960). Zur Buntheit trugen auch der Sologesang von Anica Pfeiffer-Prasse bei sowie die Gitarren-Soli von Thomas Bernsdorff.


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