"Jeden Monat überraschen"

DIENSTLEISTUNG Optiker Planert dekoriert seit 30 Jahren - jeden Monat neu

Auch im Geschäft in Wetzlar werden die Schaufenster liebevoll dekoriert. (Fotos (2): privat/Junker)

Chefin Andrea Junker ist Optik in vieler Hinsicht wichtig - auch in den Schaufenstern und Geschäftsräumen. (Foto: wes)

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Das Optikergeschäft "Planert" hat 2014 seinen 30. Geburtstag in Dillenburg gefeiert. Und seit über 30 Jahren liegt das Augenmerk nicht nur auf dem Thema Sehen, sondern auch dem Betrachten: Chefin Andrea Junker (47) ist die Deko wichtig: "Wir dekorieren das Geschäft, damit es einladend aussieht. Zum einen hat das einen wirtschaftlichen Hintergrund, weil wir hoffen, damit mehr Kunden ansprechen zu können, zum anderen ist es für die Mitarbeiter auch schön", sagt sie.

Die staatlich geprüfte Augenoptikerin und Augenoptikermeisterin arbeitet seit 1992 bei "Planert", wo "alles zur Brille und zu Kontaktlinsen" verkauft wird, 2003 hat Junker die Leitung übernommen. Teilweise dekoriert sie das Geschäft selbst, seit 20 Jahren arbeitet aber auch Karina Pietrucha (50) für "Planert"-Optik in Dillenburg.

Die Künstlerin bespricht neue Ideen mit Junker und setzt sie oftmals in Handarbeit in die Tat um. Danach kommt Karina Pietrucha einmal im Monat zum Dekorieren in den Laden.

Die Materialien für die Dekoration kauft die Geschäftsinhaberin Junker meist in einem lokalen Bürobedarfsunternehmen in Dillenburg, im Baumarkt, im Bastel-Laden oder sammelt sie in der Natur.

"Viele Kunden, die in das Geschäft kommen, freuen sich über die Dekoration und sagen, dass es schön aussieht", so Junker. Das motiviert. Sie will damit die Firma "Planert"-Optik repräsentieren und nur nicht berühmte Markenprodukte platzieren.

"Ich möchte meine Kunden mit der wechselnden Dekoration überraschen. Wir verwenden keine Dekoration mehrmals, deshalb gibt es immer wieder etwas Neues zu sehen", erklärt die Augenoptikerin. Die persönliche Note ist wichtig: Deshalb wurden zum Beispiel auch von Kindern am Kindertag 2014 in Dillenburg gemalte Bilder aufgehängt.

Aktuelle lokale Ereignisse werden aufgenommen, persönliche Note ist wichtig

"Wir nehmen außerdem aktuelle Geschehnisse, Dinge rund um Dillenburg oder Wetzlar und die Jahreszeiten in unsere Dekorationspläne mit auf", sagt Junker.

In einem Jahresplan hält die 47-Jährige Dekorationsideen für das folgende Jahr fest, Aktuelles wird spontan auf die Liste gesetzt. Als der Schlossbergtunnel in Dillenburg gebaut wurde, hingen beispielsweise Fotografien des Baufortschritts in den Schaufenstern. Im Herbst verschönerten Blätter und Äpfel die Räume.

In Wetzlar gibt es eine Zweigstelle von "Planert"-Optik. Dort werden auch lokale Bezüge bei den Dekorationsideen berücksichtigt, die von Karina Pietrucha umgesetzt werden. So war in Wetzlar 2012 auch der Hessentag ein "Fenster-Thema".

Kai Würges, Vorsitzender der AG Kaufleute Dillenburg sagt dazu: " Ich finde die Aktion sehr lobenswert. Die Gestaltung der Schaufenster ist wichtig für die mittlerweile dünn besiedelte Innenstadt. Je liebevoller und ansprechender die Geschäftsräume gestaltet werden, desto mehr werden potenzielle Kunden animiert, das Geschäft zu betreten".


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