Kanonendonner über der Wilhelmstraße

Mit einem Weckschuss aus der Alarmkanone wir das Spektakel in Dillenburg eröffnet. (Foto: Dillenburger Museumsverein)

Beim "Kampf um Dillenburg" können Geschichtsinteressierte am Himmelfahrtswochenende auf dem Schlossberg in Dillenburg auf eine Zeitreise gehen und live miterleben, wie ein militärisches Feldlager während des Siebenjährigen Krieges ausgesehen hat und welche Kleidung und militärischer Drill an der Tagesordnung waren. (Foto: Dillenburger Museumsverein)

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Die Verteidiger, durch die Bevölkerung davon unterrichtet, eilen den Rehgarten hinab, treffen unterwegs einige verbündete preußische Truppenteile und versuchen den Feind in der Wilhelmstraße zu stellen, bevor die zugesagten Hilfskräfte erscheinen. Derweil nimmt die Schlossartillerie den gegnerischen Tross unter Beschuss...

Ein jeder historisch Kundige weiß, dass ein solches Szenario niemals stattgefunden hat. Schon alleine deswegen, weil die Wilhelmstraße viel später in ihrer heutigen Form entstand und das erwähnte Regiment aus Dillenburg abgezogen worden war, um jedwede militärische Partei im Rahmen des Siebenjährigen Krieges nicht gegen Dillenburg aufzubringen.

Für Dillenburg werden die Darsteller dieses Regimentes, am Himmelfahrtwochenende des Jahres 2017 mit vielen anderen befreundeten Historiendarstellern aus Deutschland sowie weiteren europäischen Staaten ein solches Gefecht in der Wilhelmstraße als theaterartige Vorführung zeigen. Einen Eintritt an diesem Ort wird es nicht geben, wohl aber über hundert Darsteller in höchstmöglicher Authentizität sowohl was Kleidung als auch Verhalten (soldatischer Drill) betrifft.

Geschichte zum Selbsterleben!

Los geht es mit einem Weckschuss aus der Alarmkanone am Freitagmorgen (ca. 8.00 Uhr). Danach kann das Feldlager auf dem Schlossberg von etwa 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Geschichtsinteressierte können sich dabei auf eine Zeitreise begeben und live miterleben, wie ein militärisches Feldlager während des Siebenjährigen Krieges ausgesehen hat und welche Umgangsformen, Kleidung und militärischer Drill an der Tagesordnung waren. Die Eintrittspreise zum Feldlager können Sie dem Kasten entnehmen.

Von 19.30 - 20.30 Uhr können die Zuschauer dem Spektakel der Schlossbeschießung beiwohnen und dabei den Darstellern bei den militärischen Manövern zusehen. Ein Eintritt zur Schlossbeschießung wird nicht erhoben, dennoch sind Spenden erbeten und gerne gesehen.

Am Samstag, 27. Mai, wird das Wecken erneut durch einen Schuss aus der Alarmkanone eingeläutet.

Straßengefecht am Samstag in der Wilhelmstraße

Auch an diesem Tag kann das Feldlager wieder von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Von 15 bis 16 Uhr jedoch lohnt es sich in der Wilhelmstraße vorbei zu sehen, denn dort wird ein Straßengefecht der Truppen stattfinden. Ein Eintritt wird auch hier wieder nicht erhoben, jedoch freuen sich die Veranstalter über Spenden.

Zwischen 21 und 22 Uhr an diesem Tage dürfen Geschichtsinteressierte einen feierlichen Zapfenstreich des Militärregiments miterleben.

Eine runde und international besetzte Veranstaltung also, die in dieser Größe und Authentizität ihres Gleichen sucht, findet man vom 25. Mai bis zum 28. Mai auf dem Dillenburger Schlossberg. Nicht nur an Familien und Geschichtsinteressierte, sondern auch an Schülerinnen und Schüler richtet sich diese besondere Veranstaltung, die ganz nebenbei viel Wissenswertes über die Zeit des Siebenjährigen Krieges und Dillenburgs Rolle in dieser Zeit, vermittelt. Der Dillenburger Museumsverein mit der Projektgruppe "Leben im 18. Jahrhundert" wünscht den Gästen viel Spaß auf dieser Zeitreise ins 18. Jahrhundert.


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