Keine Nester entfernen

Beim Fortzug in den Süden merken sich die Schwalben den Standort ihrer Nester, um sie im nächsten Frühling gleich wieder beziehen zu können. "Für Schwalben ist es einfacher, ein altes Nest zu reparieren, als aus 700 bis 1500 Lehmkügelchen mühsam ein neues Nest zu mauern", sagt der NABU-Landesvorsitzende Gerhard Eppler.

Die Fähigkeit, sich einen guten Nistplatz zu merken und im nächsten Jahr dorthin zurückzukehren, sei eine wichtige Überlebens-Strategie der Schwalben. Denn es gibt immer weniger geeignete Brutplätze an oder in Gebäuden. Aufgrund der zunehmenden Flächenversiegelung sei auch lehmiges Baumaterial für das Nest immer schwerer zu finden.

Bei Zerstörung droht Geldstrafe

"Als Hauseigentümer darf man auch verlassene Schwalbennester nicht einfach entfernen", erläutert Eppler. Schwalbennester sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Wer sie zerstört, kann mit einer Geldbuße bestraft werden. Wenn bei Baumaßnahmen Nester entfernt werden müssen, habe der Hausbesitzer für Ersatz durch künstliche Nisthilfen zu sorgen. Am besten sei es, sich zuvor mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Verbindung zu setzen. (red)


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