Kita Driedorf wirbt für ihre Arbeit

VORSTELLUNG Elke Würz spricht beim CDU-Neujahrsempfang über Freiheit

Engagierte Rednerin: Driedorfs CDU-Vorsitzende Elke Würz.

Viele Gäste und mehrere Vorträge machten den Empfang der Driedorfer Christdemokraten zu einer runden Sache. (Fotos: Gerdau)

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Würz begrüßte unter anderen den CDU-Landtagsabgeordneten Clemens Reif, Bürgermeister Dirk Hardt (SPD), den evangelischen Pfarrer Michael Zlamal, sowie Pastor Manfred Eibach von der FeG Mademühlen. Die Moderation hatte Markus Topitsch übernommen.

In ihrer Rede befasste sich Würz mit dem Thema Freiheit in allen Facetten. Nach der Pressefreiheit, die in vielen Ländern nicht existiere und die es mit allen Mitteln zu schützen gelte, kam sie zur Meinungsfreiheit und fragte sich, ob die auch im Kleinen, wie in Driedorf, immer selbstverständlich sei. "In einer Demokratie wird nicht nach Gutsherrenart geherrscht, da darf jeder sagen, was er will", meinte sie.

Auch zur Versammlungsfreiheit habe sie sich Gedanken gemacht und sei zu der Überzeugung gekommen, dass man die auf diese Art vorgebrachte Unzufriedenheit vieler nicht ignorieren oder gar verteufeln dürfe. "Man muss sie ernst nehmen, nach Antworten suchen und sie auch geben".

Würz prangerte die bald nicht mehr vorhandene Freiheit der kommunalen Selbstverwaltung ebenfalls an. "Alle Auflagen des Landes, ohne dass wir die Mittel dafür bekommen, schränken die Freiheit in Driedorf gewaltig ein. Aber wir müssen auch ehrlich sein und uns vorwerfen, dass wir uns in guten Zeiten Dinge geleistet haben, die wir nicht bezahlen konnten", fügte sie selbstkritisch hinzu.

Auflagen des Lands schränken die Freiheit der Kommunen erheblich ein

In der Politik scheine es leicht, Wünschenswertes zu verwirklichen. So könne es leicht dazu kommen, dass alle für etwas zahlen müssten, was sie vielleicht gar nicht wollten.

Würz sagte, dass nur eine gründliche und realistische Kostenermittlung bei Anschaffungen oder Investitionen zu der Frage "Ist es uns das wert?" führen könne. Jeder Bürger mache es im privaten Bereich so, und die Gemeinde sollte dies auch.

Die Endlichkeit der eigenen finanziellen Mittel zu erkennen und genau hinzuschauen, "was wir uns noch leisten können oder wollen", sei der einzige Weg, um aus der Resignation herauszukommen.

Die Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Driedorf, Birgit Schmidt-Jantos, ging gemeinsam mit ihren Erzieherinnen sehr ausführlich auf die 70 Jahre alte Betreuungseinrichtung ein. Die Kita biete in vier Gruppen Platz für 95 Kinder, erfuhren die Gäste. Dazu gehöre auch eine U3-Gruppe, in der Kinder unter drei Jahren betreut würden.

17 Mitarbeiterinnen einschließlich Praktikantinnen und Köchin kümmerten sich um das Wohl der Kleinen, wenn gewünscht auch den ganzen Tag. Marcus Grosch, stellvertretender Vorsitzender des 2012 gegründeten 40-köpfigen Fördervereins "Arche Noah", sorgte mit dem Hinweis, "ich habe zufällig ein paar Aufnahmeanträge dabei" für Heiterkeit.

"Wir sollten in jedem Kind einen Zahler für unsere Renten sehen", sagte Landtagsabgeordneter Reif. Er räumte jedoch ein, auch bei seinen Enkeln hautnah zu erleben, dass Erziehung und Motivation kleiner Kinder heute erheblich schwieriger sei als vor 30 Jahren.


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