Kitagebühren bleiben

FINANZEN Ein Jahr Verlängerung für Satzung

Kindertagesstätten sind auch in Gladenbach ein Zuschussgeschäft. Von den Betriebskosten in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro in 2016 muss die Stadt etwa 1,5 Millionen Euro selber aufbringen, mehr als in den fünf Jahren zuvor.

Geht es nach dem Willen der Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss, wird das auch für das nächste Kindergartenjahr so bleiben. Laut Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) liegen zwar seit gut zwei Wochen die Endabrechnungen für das vorige Jahr in der Verwaltung, die Zahlen aber müssten nun ausgiebig besprochen werden.

Auf der anderen Seite drängt die Zeit für eine politische Entscheidung, weil die derzeitige Kindergartensatzung Ende Juli ausläuft. Deshalb soll das Parlament diese um ein Jahr verlängern.

Der prozentuale Anteil der Elternbeiträge an den laufenden Betriebskosten ist von 20,4 (2013) auf 18,8 Prozent (2016) gesunken. Der Gesamtbetrag stieg aber von 545 607 auf 632 736 Euro. Grund: Im gleichen Zeitraum kletterten die Gesamtkosten von 2,67 Millionen auf rund 3,3 Millionen Euro.

Markus Baumann (CDU) machte deutlich, dass es zwar theoretisch bis zum Sommer noch Zeit gebe, eine Entscheidung der Stadtverordneten herbeizuführen, dafür müsste man aber zusätzliche Sitzungen auch der Ausschüsse einplanen.

Diesem Druck wollten sich weder Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) noch die anderen Fraktionen aussetzen. Das Thema sei zu brisant, merkte Roland Petri (SPD) an. Er erwartet viele Diskussionen und wünscht sich für diese gut ausgearbeitete Zahlen aus der Verwaltung. (ll)


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