Klinik investiert in die Intensivstation

Medizin  Förderverein des Weilburger Kreiskrankenhauses zieht Bilanz und blickt auf die neuen Aufgaben

Alles bestimmend sind die derzeitigen Bauarbeiten, auf deren Verlauf auch das Datum des Gesundheitstags abgestimmt wird: „Wir planen, die beliebte Veranstaltung für die Bevölkerung ausnahmsweise für den Herbst“, so der Vorsitzende.

Im September wolle man außerdem Partner aus der Region einladen, so auch Vertreter aus der Wirtschaft, um sie mit ins Boot zu holen und weitere Mitstreiter zu finden, die sich in Zukunft für den Fortbestand der Klinik starkmachen.

Weiterhin werde die Mitgliedergewinnung vorangetrieben. „Wir brauchen einen starken Förderverein, damit alle wissen, dass das Krankenhaus von der Bevölkerung mitgetragen wird“, sagte Hans-Peter Schick. Derzeit zählt der Verein 344 Mitglieder, 21 davon sind neu hinzugekommen.

Im vorigen Jahr wurde das 20-jährige Bestehen des Fördervereins gefeiert und ein neuer Vorstand wurde gewählt.

Beschlossen habe der Vorstand, dass der Förderverein den Gerentogarten am Seniorenzentrum Fellersborn sowie die Krankenpflegeschule finanziell fördern wird, berichtete Schick.

Bald beginnt die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Rohrsystems

Namens des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gab er die Bitte weiter, verstärkt Blut zu spenden, denn dies würde vielerorts benötigt, auch in der Weilburger Klinik.

Nachdem in der vorigen Versammlung die entsprechende Satzungsänderung beschlossen wurde, konnte nun die Wahl eines weiteren stellvertretenden Vorsitzenden erfolgen: Neben Susanne Prüßner-Feig, die 2017 zur Stellvertreterin ernannt worden war, wurde neu Hermann Klaus zum weiteren Stellvertreter gewählt.

Mit der Position des Schatzmeisters wurde Klaus Völker beauftragt, Kassenprüfer sind Andreas Städtgen und Klaus Unkelbach.

Aktuelle Informationen zu den wichtigsten Themen gab auch der Geschäftsführer des Krankenhauses, Peter Schermuly. Die Arbeiten am neuen Anbau würden trotz des kalten Winters zügig und nach Plan voranschreiten, sagte er. 65 Prozent der Patientenzimmer würden anschließend als Zweibettzimmer zur Verfügung stehen, außerdem werde die Intensivstation saniert und es beginne die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Rohrsystems. Mit der kompletten Fertigstellung werde bis Ende 2019 gerechnet.

Aber auch schon die nächsten Maßnahmen würden geplant: Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung für die Notfallversorgung würden viele Krankenhäuser „vom Netz genommen“, so der Geschäftsführer. Das Kreiskrankenhaus Weilburg aber erfülle alle Voraussetzungen und bleibe weiterhin für die Notfallversorgung in der Region zuständig.

Daher würde auch in die Intensivstation investiert. Um die neuen Rahmenbedingungen erfüllen zu können, seien kleinere Umbaumaßnahmen notwendig, um mehr Räume zur Verfügung zu haben.

In Absprache mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst werde dieser aus dem Erdgeschoss der Klinik in das Parterre des nebenan befindlichen Personalwohnheims umziehen. Und was den Hubschrauberlandeplatz betreffe: Es sei jetzt die Nachricht gekommen, dass er weiterhin betrieben werden dürfe und den gesetzlichen Vorgaben entspreche.

Ein großes Thema der letzten Monate seien die Kooperationsbemühungen des Krankenhauses gewesen, berichtete Peter Schermuly weiter. Er sei dankbar, dass der Landkreis die Zusammenarbeit mit den Lahn-Dill-Kliniken unterstütze, denn man wolle einen Partner an seiner Seite, ohne dabei „das Sagen zu verlieren.“


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