Kommunikation statt Drehtür

MEDIZIN Wie können Ärzte und Kliniken effektiver zusammenarbeiten?

Durch mehr Kommunikation wollen Ärzte und Kliniken im Kreis Gießen ambulante und stationäre Behandlung verbessern. (Foto: Endig/dpa)

Im Gespräch der Teilnehmenden zeigte sich dabei schnell, dass eine stärkere Kooperation für alle Beteiligten positive Effekte haben könnte. Potenziale ergäben sich vor allem durch die Verständigung über Erwartungen und Probleme, gemeinsame Verfahrensstandards und die Verbesserung der Kommunikation über klar definierte Ansprechpartner.

Einig waren sich die Beteiligten auch darüber, dass durch eine stärkere Zusammenarbeit dem berüchtigten Drehtür-Effekt in der medizinischen Versorgung entgegengewirkt werden kann. Bei diesem kommt es aufgrund der allgemein kürzeren stationären Verweildauer vor allem bei älteren Patienten mit mehreren bestehenden Vorerkrankungen häufig zu gesundheitlichen Komplikationen, die einen erneuten Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. "Nur durch eine nahtlose und optimal abgestimmte ambulante Weiterbehandlung solcher kritischen Patienten können wir sicherstellen, dass diese nicht in eine Lücke entlassen werden", stellte Klaus Ehlenz, ärztlicher Direktor und Leiter der Abteilung Geriatrie und Diabetologie des St.-Josefs-Krankenhauses Balserische Stiftung fest.

Erstes Ziel des Arbeitskreises ist die Entwicklung einheitlicher Einweisungs- und Entlassungsunterlagen. "Mit der Etablierung eines regionalen Standards soll sichergestellt werden, dass zukünftig die wichtigsten Informationen und patientenbezogenen Daten bei Einweisungen und Entlassungen vorliegen und die weitere Behandlung somit optimal geplant werden kann", sagte Cornelia Marck, Vorstandsmitglied des Ärztenetzwerks "ÄNGie".


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