Konzert und Autorenlesung auf dem Schlossberg

Peter Kleiß und sein Sohn Mike sind morgen zu Gast im Wilhelmsturm.

Ein Open-Air-Konzert mit der "Late Night Jazz Foundation" aus Siegen mit Mario Mammone und Marco Bussi findet am Samstag auf der Terrasse vor der Villa Grün in Dillenburg statt.

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Peter Kleiß ist gebürtiger Dillenburger. Seit mehr als 30 Jahren lebt er im Saarland. Der ehemalige Jazzredakteur des Saarländischen Rundfunks, Moderator der "AbendMusik SR", Leiter der Konzertreihe "Jazz live with friends", künstlerischer Leiter des Internationalen Jazz-Festivals in St. Ingbert, Berater des Berliner Jazzfests, Mitbegründer von "Jazz in den Ministergärten" in Berlin sowie Leiter und Moderator diverser Autorenlesungen ist vielen Dillenburgern noch von seinen Veranstaltungen im ehemaligen "Oranienschank" in 2010 bekannt. Hier trug er Gedichte vor und wurde dabei von Patrick Zapf am Keyboard begleitet. Bei seinem Auftritt im Wilhelmsturm geht es jetzt um Kultur und Kulturarbeit in der Region. Dazu hält er einen Vortrag "Wozu eigentlich Kultur?". Begleitet wird er dabei von seinem Sohn Mike, der vor 46 Jahren in Dillenburg geboren wurde. Er war ebenfalls beim Rundfunk (SWF/SWR 3) tätig und betreibt in Köln eine Kommunikationsagentur (Medienhafen Köln). Er ist passionierter Läufer ("More Power- Lauf Dich frei!") und wird sein frisch erschienenes Buch "Laufwunder - wie sie Dein Leben verändern" vorstellen. Ein Buch mit Geschichten, die das Laufen schreibt und voller Begegnungen. Im Anschluss soll über beide Themen diskutiert werden. Der Wilhelmsturm bietet max. 50 Sitzplätze. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Auch wenn der Besuch der Veranstaltung kostenfrei ist, ist der Einlass nur mit einer Eintrittskarte möglich, die im Alten Rathaus, Hauptstraße 19 in Dillenburg (02771/896151) oder in der Buchhandlung am Hüttenplatz erhältlich ist.

Open-Air-Konzert am Samstag

Die "Late Night Jazz Foundation" aus Siegen gastiert am Samstag, 10. September, mit einem Open-Air-Konzert auf der Terrasse vor der Villa Grün. Die Band besteht im Kern aus Mario Mammone (Gitarrist) und Marco Bussi (Schlagzeug) und hat sich seit der Gründung vor zwölf Jahren als ein überregionales Jazz-Projekt mit immer wieder wechselnden musikalischen Gästen etabliert und war schon bei den Dillenburger Jazz-Weekends zu Gast. Für ihren aktuellen Auftritt in Dillenburg nähert sich die LNJF der Musik des wohl einflussreichsten Gitarristen der Jazzgeschichte, Wes Montgomery. Der viel zu früh verstorbene Montgomery faszinierte durch seinen einfühlsamen, singenden Ton auf der Gitarre und seine spielerische Geschlossenheit. Mario Mammone gelingt es, die musikalische Essenz seiner Komposition hörenswert gut zu übertragen. Sein Kompagnon Marco Bussi sorgt mit seinem Aggregat von Percussioninstrumenten für einen individuellen rhythmischen Drive, während die Gäste, der Pianist Martin Sasse und Bassist Ingo Senst, dem melodiösen Erfindungsreichtum von Wes Montgomery zusätzlich Rechnung tragen.

Martin Sasse ist seit über 20 Jahren einer der gefragtesten Jazzpianisten Deutschlands. Seine CD-Veröffentlichungen bekommen seit Jahren weltweit beste Kritiken und sind in amerikanischen und japanischen Radio-Playlists regelmäßig ganz oben vertreten. Und auch Ingo Senst ist ein immer wieder gern gesehener Gast bei der LNJF. Der international renommierte Dortmunder, der mit vielen Kollegen wie Jeff Cascaro, Uli Beckerhoff, Philippe Catherine und Biréli Lagrène spielte, ist derzeit u. a. festes Mitglied von Triosence und des Glenn Miller Orchestras.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene und 5 Euro ermäßigt. Karten sind ebenfalls im Vorverkauf im Alten Rathaus erhältlich.

(Text LNJF: Helmut Blecher)


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