Kreis räumt Halle in Kirchhain

FLÜCHTLINGE Gebäude wird nicht gebraucht

Das Land Hessen hat genügend Kapazitäten und braucht die Notunterkünfte für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht. (Foto: dpa)

"Wir halten unsere Zusage ein, Veranstaltungsorte wie Turnhallen oder Bürgerhäuser nicht zu nutzen oder schnellstmöglich wieder für eine reguläre Nutzung freizugeben", so Landrätin Kirsten Fründt (SPD). Damit stünde der Stadt Kirchhain wieder ein wichtiger, zusätzlicher Raum für Veranstaltungen zur Verfügung.

Der Kreis hat bereits einen Teil der blockierten Parkplätze an der Markthalle geräumt und auch die ungehinderte Zufahrt zum Sportgelände wieder ermöglicht. Lediglich die neben der Markthalle errichtete Leichtbauhalle wird zunächst stehen bleiben, bis das Land Hessen über die weitere Nutzung entschieden hat.

Da in der Markthalle bislang keine Umbauten stattgefunden hatten, wird der Kreis dieses Gebäude schon vor einer Entscheidung des Landes zu den anderen Standorten abgeben. "Unser Ziel ist es, dass die Markthalle der Stadt Kirchhain bereits zum Ende dieser Woche ohne Einschränkungen zur Verfügung steht", erläuterte Landrätin Fründt die Entscheidung, die am Wochenende fiel. Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner wurde am Montag informiert.

Vorschlag für Camp in Dautphe geht ans Land

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf stimmt sich derzeit mit dem Land darüber ab, was mit den weiteren Notunterkünften für Flüchtlinge in Kirchhain, Wenkbach und Dautphe geschieht. Einen eigenen Vorschlag wird der Kreis dem Land bis Freitag, 5. Februar, übermitteln.

Zum Hintergrund: Der Landkreis hatte sich im Dezember 2015 nach Aufforderung der Landesregierung auf die Notunterbringung von bis zu 1000 Menschen vorbereitet und dazu unter anderem an der Hinterlandhalle Leichtbauhallen aufgestellt.

Mitte Januar erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU), dass das Land  die  Notunterkünfte nicht mehr braucht und bis Ende Februar räumen will. Der Grund: In den Erstaufnahmeeinrichtungen und deren Außenstellen gibt es genug Platz für Flüchtlinge. (red)


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