Kunst schafft Vertrauen

AUSSTELLUNG "Kunst in der Stadt" lockt bis Sonntag nach Haiger

Junge und auch erfahrene Künstler zeigen in diesem Jahr ihre Werke bei "Kunst in der Stadt".

Die Ausstellungseröffnung lockte am Donnerstagabend viele Besucher in die Stadthalle.

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Am Donnerstagabend eröffnete Bürgermeister Gerhard Zoubek (SPD) die Präsentation in der Stadthalle vor vollbesetzten Stuhlreihen. In der "guten Stube" Haigers serviert das veranstaltende Kulturamt Kunstfreunden Werke von insgesamt 38 Künstlern aus dem Dreiländereck. Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Fotografien, Skulpturen, Bastel- und Handarbeiten - nahezu die ganze Bandbreite künstlerischen Schaffens in und um Haiger und den Nachbargebieten ist zu sehen. Überall im Gläsersaal, im Foyer und im großen Saal ist Kunst aus der Region ausgestellt.

So vielseitig die Genres bei "Kunst in der Stadt" sind, so abwechslungsreich sind die Techniken, vor allem in der Malerei. Aquarelle, Ölbilder, Tusche, Mischtechniken, Drucke, Bleistiftzeichnungen, Acryl - dies alles hat die Schau zu bieten.

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n Auch Haare können zu ungewöhnlichen Kunstwerken werden

Die Motive sind genauso breit gestreut. Landschaften, Portraits von Menschen und Tieren, Stillleben, Fantasiewelten - die Künstler nehmen Interessierte mit auf eine Reise in ihre Welt der Kreativität und zeigen, wie und in welchen Bereichen Interessierte ausprobieren und sich weiterbilden können.

Die Ausstellung 2012 - "Kunst in der Stadt" findet alle zwei Jahre statt - demonstriert auch, dass Kunst durchaus junge Menschen begeistert. Beispielsweise ist die Johann-Textor-Schule dabei. Schüler tragen ihren Teil dazu bei, die kulturelle Bandbreite des Dreiländerecks aufzuzeigen. Zum Beispiel Robert Witt. Der 15-Jährige Haigerer ist zum zweiten Mal bei der Aktion dabei und zeigt eine kleine Auswahl seiner Werke.

Kiara Black macht ebenfalls zum zweiten Mal mit: Diesmal zeigt die junge Portrait- und Modefotografin Eindrücke aus Namibia.

Auf der anderen Seite sind da die erfahrenen Künstler. Mit ihren Gemälden und Skulpturen bilden sie den größten Part der Schau, ohne dabei den Nachwuchs zu verdrängen. Die jungen Teilnehmer stellen eine gelungene Ergänzung dar, die anzuschauen den Betrachtern viel Freude bereiten dürfte.

Die zehnte Ausstellung "Kunst in der Stadt" macht auch deutlich, dass sich die Aktion weiterentwickelt hat, auch weil so viele Schaffende sich beteiligen. Das Sonderthema in diesem Jahr lautet "Vertrauen - Vertrautheit". Jeder Künstler hat dies in mindestens einem Exponat umgesetzt. "Gehen Sie auf die Reise und entdecken Sie, wo dieses Moment bei den Objekte zu finden ist", appellierte Zoubek bei der Vernissage an das Publikum.

Das Programm zur Ausstellungseröffnung, das Steffen Runzheimer am Flügel begleitete, demonstrierte in kleinen Auszügen, wie vielschichtig "Kunst in der Stadt" ist. Rosa und Lino Olizzo und ihr Team führten vor, dass Haare zu Kunstwerken geformt werden können, beispielsweise als Hüte.

Beeindruckend war auch die Vorführung von Andreas David. Er brachte Steine ins Gleichgewicht. Die geringste Erschütterung bringt diese "Türme" zum Einsturz - diese Kunstobjekte sind vergänglich.

n "Kunst in der Stadt" in der Stadthalle ist noch heute und morgen zu sehen. Die Ausstellung ist heute von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Um 17 Uhr beginnt eine Aufführung der Haigerer Ballettschule Ivanisi. Am morgigen Sonntag können die Exponate von 11 bis 18 Uhr angeschaut werden. Nachmittags gibt es im "Künstler-Cafe" Kaffee, Kuchen und Gespräche. Der Eintritt in die Stadthalle ist an beiden Tagen frei. Um 19 Uhr beginnt außerdem das Konzert von "Arcani Musicali" in der Stadtkirche. Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt sechs Euro.


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