Kunst schmückt den alten Friedhof

FEIERSTUNDE Breidenbach Aktiv weiht seinen Skulpturenpark ein

Die drei Holzfiguren, die Jochen Adam mit der Motorsäge entworfen hat, stellen Geburt, Leben und Tod des Menschen dar. (Foto: Valentin)

Lehrlinge des C+P Bildungszentrums haben sechs solcher Skulpturen für den Park geschaffen. (Foto: Valentin)

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Nur wenige kurze Grußworte soll es geben, hat Burkhard Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Breidenbach Aktiv, versprochen. Das Hauptaugenmerk liegt hingegen auf einem Rundgang durch den Park, bei dem sowohl die Geschichte, als auch die verschiedenen Werke erklärt werden sollen.

Geistiger Vater der Grünanlage ist der Obst- und Gartenbauverein. Der hatte seit längerem angeregt, die Fläche des alten Friedhofs zu einem Park umzugestalten, was im Zuge der Vorbereitungen für die 1100-Jahr-Feier auch aufgegriffen wurde. Zunächst gab es die Idee, einen stilisierten Lauf der Perf als kleinen Bach anzulegen. Später konnte dann das Bildungszentrum der Firma Christmann & Pfeifer dazu gewonnen werden, sechs abstrakte Objekte als Skulpturen für den Park zu entwerfen. Diese wurden jeweils von Gruppen aus drei Lehrlingen angefertigt.

Fünf der Entwürfe stammen vom Leiter des C + P Bildungszentrums Bernd Feige und ein Entwurf aus der Feder von Hans-Dieter Thomä, Sprecher der Arbeitsgruppe Bau und Verschönerung, die den Park federführend gestaltet hat. Aber auch die ehemalige Funktion der Fläche als Friedhof sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Gedenkstein erinnert im Park an die Feier zur Jubiläumsfeier im Jahr 2013

An sie erinnern mehrere Grabsteine, die entlang des künstlichen Perflaufs eingebaut wurden. Außerdem wurde auf Initiative Karl-Heinz Beckers in dem Park ein Gedenkstein zur Erinnerung an die 1100-Jahr-Feier aufgestellt. Zu diesem gehört auch ein Bronze-Abguss eines Buches, dessen beide Seiten den Text der Ersterwähnungs-Urkunde Breidenbachs von 913 zeigen. Das Geld hierfür wurde von Bürgern der Gemeinde - und hier vor allem den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins - aufgebracht.

Weiter wurde zu den auf dem Areal des Skulpturenparks bereits vorhandenen Gedenkbäumen - der "Leipziglinde" zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig in 1813 und der "Gedächtniseiche" zur Tausendjahrfeier in 1913 - eine Plantane gepflanzt, die an das Fest in 2013 erinnern soll. Als sich im Laufe der Neugestaltung herausstellte, dass aus Sicherheitsgründen drei Fichten auf dem Gelände gefällt werden mussten, ließ man den unteren Teil der Stämme stehen.

Aus ihnen hat Jochen Adam mit seiner Kettensäge drei Figuren entstehen lassen, die Geburt, Leben und Tod darstellen. Im Anschluss an den Rundgang sind alle Teilnehmer zum Mittagessen eingeladen, das bei schlechtem Wetter auch in einem Zelt eingenommen werden kann.


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