Kunst verbindet Schüler

ABSCHLUSSFEIER Zweijähriges Comenius-Projekt geht zu Ende

16 Lehrer aus Spanien, Italien, Griechenland, Tschechien, der Slowakei, Litauen, Schweden und England besuchen dabei in dieser Woche die Freunde in Gladenbach, um dort einen Schlussstrich unter das gemeinsame Projekt zu ziehen. Das Comenius-Projekt wurde von der Europäischen Union gefördert und ist nach dem Theologen, Pädagogen und Philosophen Johann Amos Comenius benannt.

"Das war auf jeden Fall sehr gelungen", bilanzierte Grundschulleiterin Edith Jacobs schon einmal vorab. Sowohl den Schülern, als auch den beteiligten Kollegen habe es sehr viel Spaß gemacht, in die Welt der Kunst einzutauchen.

Darum ging es nämlich in dem Projekt, das den Titel "Durch unsere Augen" trug. Die Schüler lernten dabei verschiedene Künstler aus anderen Nationen und deren Werke kennen. "Wir haben uns zum Beispiel mit Franz Marc und Josef Lada beschäftigt und auch Bilder in deren Stil gemalt", erklärte Jacobs.

Mozarts "Türkischer Marsch" mit Plastiktüten interpretiert

Ebenso haben die Schüler in den anderen Ländern eigene Kunstwerke angefertigt, die nun teilweise in Gladenbach ausgestellt wurden.

Respekt haben sich die Grundschüler aber nicht nur für ihre künstlerischen Leistungen verdient, sondern ebenso für die bunte Mischung aus Tanz und Musik, mit der sie ihre Gäste in Gladenbach willkommen geheißen haben. Nach einem Willkommensgruß in den neun Sprachen der an dem Projekt beteiligten Länder, stimmte der Chor das Lied "Wir sind alle Europäer" an.

Die Flöten- und Ukulelen-Spieler gaben das afrikanische "Obwisana" zum besten. Eine Tanzgruppe wiederum hatte sich eine Choreografie auf Michael Jacksons Hit "Black or White" einfallen lassen und gab damit zu verstehen, dass es keinen Unterschied macht, welche Hautfarbe ein Mensch hat. Beeindruckend war aber auch der Auftritt der Klasse 4P2, die Mozarts "Türkischen Marsch" mit Plastiktüten interpretierten.

Zum großen Finale stimmten dann alle die Europa-Hymne "Freude schöner Götterfunken" an. Für so viel Ideenreichtum und Abwechslung gab es schließlich auch Lob von Michael Prötzel, Leiter der Europaschule. "Niemand kann Gäste besser begrüßen als ihr", hielt er den Grundschülern zugute. Ihre Vorstellung sei gleichermaßen herzlich wie stimmungsvoll gewesen.


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