Liebesverwirrungen in englischer Sprache

Europaschule Theateraufführungen für die Mittel- und Oberstufe

Wo die Liebe hinfällt: Elfenkönigin und Esel sind ein eher ungleiches Paar. (Foto: Linsenmann)

Auf einer kleinen Bühne in der Kulturhalle gaben die Schauspieler ihr Bestes. „Ein Sommernachtstraum“ oder „A Midsummer Night’s Dream“, wie der Originaltitel lautet, verzauberte Schüler und Lehrer der Oberstufe.

„Es ist großartig, den Englischunterricht aus dem Klassenzimmer zu holen“, meinte Ute Kilian, Fachsprecherin für das Fach Englisch. Jedes Jahr aufs Neue führe eine Theatergruppe des White Horse Theatres Stücke für die Europaschule auf und das seit knapp 20 Jahren.

„Die Texte des Stücks wurden nicht verändert“, verriet Alexander Gordon, einer der Darsteller, vor Beginn des Shakespeare-Stücks. Das mache es selbst für Muttersprachler schwer jedes Wort zu verstehen. Man solle sich davon aber auf keinen Fall entmutigen lassen, Spaß an der Komödie zu haben.

Elf verschiedene Rollen spielten Gordon sowie Leigh Sorrell, Erin-Mae Cecilia und Elizabeth Rigby über eine Dauer von knapp 90 Minuten. Die ursprüngliche Länge des Stückes von fast vier Stunden hätte man den Schülern wohl auch nicht zumuten können.

Viel Applaus für die vier Darsteller

Das Stück aus dem 16. Jahrhundert erzählt von der Liebe und wo sie hinfällt: Sei es eine Elfenkönigin, die sich durch ein wenig Magie in einen Esel verliebt, oder die widerwillige Tochter eines Adelsmannes, die eine arrangierte Ehe wegen ihrer Gefühle für einen anderen verweigert. Drei verschiedene Handlungsstränge, darunter sogar ein Theaterstück im Stück, umfasste die Aufführung.

Nur mit dem fliegenden Wechsel ihrer Kostüme konnten es die Schauspieler schaffen, pünktlich zu ihrem Einsatz wieder auf der Bühne zu stehen. Dass das gesamte Stück bei den Schülern gut angekommen ist, bewies nicht nur Gelächter aus dem Publikum: Unter donnerndem Applaus und Jubel beendete das Theater-Quartett die Vorstellung.

Die Schüler der Mittelstufe sahen hingegen ein auf ihr Alter zugeschnittenes Stück. „Neighbours with Long Teeth“, „Nachbarn mit langen Zähnen“ vom Gründer des White Horse Theatre Peter Griffith geschrieben handelt von Rassismus. Dass sich das Misstrauen gegen Vampire richtet, tat dem Lerneffekt keinen Abbruch. Damit auch die jüngeren Schüler der Handlung folgen konnten, wurde das Stück von Griffith in einem einfacheren und zeitgemäßen Sprachstil verfasst.

Das 1978 gegründete White Horse Theater bietet ein breites Spektrum an Aufführungen an. Dabei stehen für alle Altersgruppen Stücke zur Verfügung, sogar für Grundschulkinder.

Die Themen für die Mittelstufe reichen von Rassismus über Drogenmissbrauch bis zu Mobbing in der Schule, während die Schüler der Oberstufe klassische Werke erleben können. Neben Touren in Deutschland gastiert die Theatergruppe auch in Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden und Japan. (jal)


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