Lkw-Werkstatt kann umziehen

PARLAMENT Ja zu Plänen der Spedition Bork

Am Ende wurde es einstimmig bei vier Enthaltungen beschlossen. Damit kann die Spedition Bork ihre Planungen, die Lkw-Werkstatt aus der Ortslage Niederkleen zeitnah auf die neue Erweiterungsfläche gegenüber des Bork-Firmensitzes im Magna Park Rhein-Main zu verlagern, umsetzen. Zuvor hatten Vertreter aller Fraktionen zu dem Thema Stellungnahmen abgegeben.

Klaus Ulm (SPD) betonte, man müsse "die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst nehmen", viele Niederkleener "warten seit vielen Jahren, dass die Werkstatt ausgesiedelt und der Lkw-Verkehr im Ort dadurch reduziert" werde. Ulm lobte Unternehmer Wolfgang Bork als "zuverlässigen Mitbürger, der einhält, was er sagt". Bork habe aus einem "ehemals brachliegenden Militärgelände ein hervorragendes Gewerbegebiet" gemacht, das Arbeitsplätze und Gewerbesteuer generiere.

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Hans Noormann (Grüne) schloss sich dieser Einschätzung an. Die Grünen hätten die kritischen Stellungnahmen der Bürger aufgenommen und im Ausschuss diskutiert. Bork habe mit seiner Pressekonferenz zum Werkstattumzug "deutliches Vertrauen geschaffen".

Jürgen Knorz (CDU) zeigte Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung zur Erweiterungsfläche. Er betonte jedoch, man könne "guten Gewissens hier zustimmen", die Planungen würden "sich positiv für die gesamte Gemeinde auswirken".

Kritisch sah es Barbara Fandré (FDP): "Ganz so Friede, Freude, Eierkuchen kann man nicht so sagen." Die Bewohner hätten seit über zehn Jahren dafür gekämpft, dass die Werkstatt ausgelagert werde, "ich sehe es nicht so optimistisch und werde mich enthalten", betonte sie.

Michael Buss (Grüne) lobte die "gelungene Umwandlung von einer militärischen in eine zivile Nutzung". Das sei "ein großer Erfolg, der Flächenverbrauch erspart und möglichst wenig Eingriffe in die Natur" erforderlich gemacht habe. Die anstehende Erweiterung sei "sinnvoll und besser als anderswo in der Großgemeinde, diesen Weg haben die Grünen in Langgöns immer unterstützt". (ikr)


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