Mängel an Taxen 
und Mietwagen

Kontrolle Drei Lastwagen stillgelegt

Kein Gurt, Handy am Ohr, Ignoranz des Verbots der Einfahrt, kein Verbandskasten, keine Warnweste, kein Erste-Hilfe-Material, eine erloschene Betriebserlaubnis, Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz, die BOKraft (Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr), das Eichgesetz und auch gegen das Ausländerrecht: Die Liste der festgestellten Verstöße ist lang, die zu erwartenden Geldbußen gehen wegen der Schwere mancher Verstöße in den vierstelligen Bereich.

Am Freitag kontrollierten die Regionalen Verkehrsdienste aus Marburg-Biedenkopf und dem Lahn-Dill-Kreis nahe des Marburger Hauptbahnhofs. Der Schwerpunkt lag auf der Überprüfung von Taxen und Mietwagen, wobei die Beamten jedoch auch die übrigen Fahrzeuge nicht aus den Augen ließen.

Im Ergebnis stehen 38 Verstöße bei 30 kontrollierten Fahrzeugen. Bei den erheblichen Mängeln bei den Taxen und Mietwagen handelt es sich bei drei Fällen um abgelaufene oder gar nicht vorhandene Eichungen der Fahrpreisanzeiger. Ein Mietwagen nahm Fahrgäste an einem Ort auf, an dem er das nicht durfte. Für diese vier Fahrzeuge war die Fahrt zu Ende. Die Fahrgäste mussten aus- und umsteigen. In Verbindung mit den Taxi- und Mietwagenkontrollen gab es neun Anzeigen und elf Barverwarnungen.

Der Beginn der Großkontrolle verzögerte sich für einen Teil der eingesetzten Beamten, weil ihnen auf dem Weg gleich drei Lastwagen auffielen. Ein vier Traktoren transportierender Lastwagen war statt der erlaubten 18,75 Meter 20,30 Meter lang, ein Lastwagen mit Stahlplatten überschritt die zulässige Breite von 2,55 Meter um 16 Zentimeter und ein Langholzlaster brachte 49,5 statt der erlaubten 40 Tonnen auf die Waage. Das führte zu drei Anzeigen mit gravierenden Folgen für die Unternehmer.

Wegen der sonstigen festgestellten Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (Gurt, Handy, Verkehrszeichen, Betriebserlaubnis) bekamen zwei Autofahrer Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Zehn weitere Verkehrsteilnehmer müssen ein Verwarnungsgeld bezahlen. (red)


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