Mehr Ältere beschäftigt

MARKT Hohn: Eigeninitative gefordert

Die Chancen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt müssten verbessert werden, sagt die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU). Allerdings müsse auch der Arbeitnehmer bereits sein, nicht vorzeitig mit dem Berufsleben abzuschließen, so lautet die Forderung der VhU. (Archivfoto: Anspach/dpa)

In den vergangenen zehn Jahren hat es hier Fortschritte gegeben, nachdem der Gesetzgeber auch auf Drängen der Arbeitgeber immer mehr Frühverrentungsanreize abgeschafft habe, teilt der Verband mit.

Chancen müssen verbessert werden

So arbeiteten 2003 rund 7200 sozialversicherte Arbeitnehmer ab 55 Jahren im Lahn-Dill-Kreis, 2013 13 400. Die Beschäftigungsquote in dieser Altersgruppe stieg damit von gut 26 auf 39 Prozent. "In einer Gesellschaft mit immer mehr gesunden Älteren und immer weniger Jüngeren gibt es keine bezahlbare und generationengerechte Alternative zu längeren Lebensarbeitszeiten", sagt Dr. Dirk Hohn, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) für Mittelhessen.

Ältere blieben nicht nur länger in Arbeit, sondern hätten deutlich bessere Chancen auf Rückkehr in Arbeit aus Arbeitslosigkeit. 2013 seien im Lahn-Dill-Kreis über 470 Personen und damit beinahe jeder fünfte Arbeitslose ab 55 Jahren wieder in Lohn und Brot. Hier hat sich zwar schon viel getan, es ist aber auch klar, dass die Vermittlungschancen älterer Arbeitsloser noch weiter deutlich verbessert werden müssen", sagt Hohn weiter. Eine wichtige Rolle spielten hier die Arbeitsagenturen und Jobcenter, bei denen eine deutliche Trendwende hin zu mehr Förderung älterer Arbeitsloser zu verzeichnen sei. Aber auch jeder Einzelne könne viel dazu beigetragen, dass Arbeitslosigkeit im fortgeschrittenen Alter nicht zu einem scheinbar ausweglosen Schicksal werde. Hohn fordert: "Arbeitnehmer dürfen nicht vorzeitig innerlich mit dem Berufsleben abschließen und für die Rente planen, sondern sollten sich um ihre Einsatzfähigkeit auf anderen Arbeitsplätzen auch selbst kümmern. "Wer eine Helfer- oder Anlerntätigkeit ausübt, sollte sich über eine Weiterbildung am Feierabend Gedanken machen, um für alle Fälle gewappnet zu sein", so Hohn.


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