Mehrere Vollmachten kombinieren

Nicht nur die finanziellen Angelegenheiten sollten für den Fall der Fälle geregelt sein, auch die privaten. (Foto: colourbox)

Zum Beispiel führt die Vorgabe, die Vollmacht solle erst dann wirksam werden, wenn der Vollmachtgeber aufgrund von Alter, Krankheit oder Gebrechen nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, dazu, dass gegenüber einer dritten Person erst nachgewiesen werden muss, dass diese Einschränkung tatsächlich eingetreten ist.

In der Praxis kann sich das unter Umständen als schwierig erweisen. Es ist deshalb von elementarer Bedeutung, dass die Vollmacht zwischen Bevollmächtigten und demjenigen, gegenüber dem sie verwendet werden soll, möglichst uneingeschränkt gilt.

So können Wünsche umgesetzt werden

Wer umfassend vorsorgen möchte, ist gut beraten, nicht nur eine Vollmacht in vermögensrechtlichen Dingen, wie eine Konto-, Depot- oder Postvollmacht, aufzusetzen. Auch seine persönlichen Angelegenheiten, die medizinische Behandlung oder pflegerische Versorgung betreffend, sollten für den Ernstfall geregelt sein.

Ergänzt um eine Patientenverfügung und eine vorsorgliche Betreuungsverfügung, in der bestimmt wird, wer die erforderliche Betreuung des Vollmachtgebers übernehmen soll, können die Wünsche und Forderungen des Vollmachtgebers sehr genau umgesetzt werden.

Um unnötige Betreuungsverfahren zu verhindern, ist es sinnvoll, eine notarielle Vollmacht über persönliche Bereiche beim elektronischen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer zu registrieren.

Wer sich von einem Notar beraten lassen möchte, findet diese im Internet unter www.notar.de.

(Diese Kolumne entsteht in Zusammenarbeit mit der Notarkammer Frankfurt.)


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