"Mein Himmel über Marburg"

KAMERAPREIS Festakt für Edward Lachman

Mit Edward Lachman wird zum 15. Mal ein Kameramann für seine herausragende Bildgestaltung mit dem von der Stadt und der Universität gemeinsam verliehenen Preis ausgezeichnet. Die Jury attestiert Lachman, ein Grenzgänger zwischen dem europäischen Autorenfilm und dem amerikanischen Hollywood-Kino zu sein, der auch die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verwische.

Volker Schlöndorf und Wim Wenders gratulieren per Videobotschaft. Die Laudatio auf den Preisträger hält der renommierte Filmkritiker Daniel Kothenschulte. "Edward Lachmans Filmografie ist ein Wegweiser zu den visionärsten Regisseuren", sagt er - von Wim Wenders und Werner Herzog über Susan Seidelman und Steven Soderbergh bis Todd Haynes und Ulrich Seidl. "Er ist ein Kameramann, mit dem Regisseure ihre Visionen teilen können." Lachman habe die Grenze zwischen Spiel- und Dokumentarfilm überschritten und beweise, dass Bilder ihren hohen Anspruch überall behalten können, auch im Fernsehen oder im Video. Er könne sich in jeden Stil einfühlen und setze die Farbe auf herausragende Weise ein: "Er erzeugt mit ihnen eine Tiefe wie in der Malerei."

Edward Lachman bedankt sich nach der Übergabe der Urkunde durch Oberbürgermeister Egon Vaupel für die Anerkennung seiner Arbeit und dafür, dass er sich nun einreihen könne hinter Preisträger wie Raoul Coutard, Robbie Müller, Jost Vacano, Renato Berta oder Wolfgang Thaler.

"Film hat die Macht, hinter die Bilder zu sehen", erklärt er, "keine Kunstform kann die Welt ändern, aber durch Filme können wir hoffentlich mehr über uns erfahren."


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