Mit Draht und Kleber gegen eingewachsenen Fußnagel

Podologie  Die Praxis „Alles für die Füß“ betreut auch Diabetiker

Bei Diabetikern kann es sinnvoll sein, wenn eine Podologin die Fußpflege übernimmt. (Foto: Colourbox)

Unguis incarnatus, auch Onychocryptosis, ist der medizinische Fachausdruck für einen eingewachsenen Fußnagel. In der von Antje Schäpers geführten Praxis in der Georgstraße 7 wendet man zwei Verfahren zur Behandlung an.

Helfen kann die podofix-Aktiv-Klebespange. Sie wird auf den eingewachsenen Fußnagel oder Rollnagel spannungsfrei aufgeklebt. Der eingearbeitete Draht wird aktiviert und zieht die Nagelränder leicht aus dem Nagelfalz. Somit können eingewachsene genauso wie stark eingerollte Zehennägel sanft und dabei wirkungsvoll behandelt werden.

Pflege der Füße nicht vernachlässigen

Manchmal ist es auch sinnvoller, die COMBIped Spange einzusetzen. Sie vereint die Kraft von Drahtspangen mit den Vorzügen von Klebespangen und bringt schnell sichtbare Ergebnisse.

Diese Fußbehandlung ist nur ein Beispiel für die vielen Anforderungen an einen Podologen. Sie kennen sich aus mit Nagelprothesen und Fußnagelkorrektur, mit der Druckentlastung am Fuß und der Korrektur von Zehenfehlstellungen. Viele Menschen benötigen die Hilfe von medizinischen Fußpflegern. Die Fachkräfte sind gefragt, auch die Praxis „Alles für die Füß“ sucht personelle Verstärkung.

Generell hat Podologin Antje Schäpers, die sich auch in den Bereichen Hygiene, Diabetes und Nagelmykose weitergebildet hat, festgestellt, dass viele Menschen ihre Füße vernachlässigen. Sie rät dazu, die Körperteile, die für unser tägliches Fortkommen so wichtig sind, mindestens so intensiv zu pflegen wie Hände und Gesicht. Man sollte Füße regelmäßig eincremen und viel barfuß laufen, damit Luft an die Füße kommt. Auch ein Besuch beim Orthopäden sei hilfreich. Er kann den Zustand der Füße begutachten und möglicherweise Einlagen verschreiben, um Körperfehlstellungen entgegenzuwirken.

Für eine Personengruppe ist es auf jeden Fall besser, sich in die Obhut eines Podologen zu begeben das sind die Diabetiker. Wenn sie sich bei der Fußpflege durch Nagelknipser und Nagelschere verletzen, können die Wunden sich entzünden und heilen nur schwer ab. Zudem können durch den Diabetes die Nerven an den Füßen geschädigt sein, sodass die Betroffenen nicht spüren, wenn sie sich an den Füßen verletzt haben. Die medizinische Fußpflege ist dann eine Sicherheitsmaßnahme. Verordnet ein Arzt eine solche Behandlung, zahlt die Krankenkasse. (lu)


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