Mit Stollen geht’s um den Sieg

FERNSEHEN Konditorei Klingelhöfer kämpft um Titel "Deutschlands bester Weihnachtsbäcker"

Annette und Thomas Klingelhöfer während der Aufzeichnung beim Zubereiten des Landgraf-Philipp-Stollens. Zu sehen ist das am heutigen Dienstag im Fernsehen. (Foto: ZDF)

Als die Konditorei Klingelhöfer im August die Zusage erhielt, dass sie als eine von 36 Konditoreien zum Kampf um den Titel "Deutschlands bester Weihnachtsbäcker" ausgewählt wurden, war an Weihnachten noch gar nicht zu denken - die Temperaturen standen noch jenseits der 30 Grad. Dennoch sei es eine große Ehre gewesen. Denn das Klingelhöfer-Team war eine von mehr als 300 Konditoreien, die sich beworben hatten.

Am 3. Oktober - also ebenfalls zu einer Zeit, zu der man bei Klingelhöfer normal noch nichts Weihnachtliches erwarten würde - kam das Kamerateam und drehte bei Klingelhöfer. "Wir haben dann unser komplettes Weihnachtsprogramm fertig gehabt. Ich vermute mal, wer an dem Tag morgens zu uns zum Frühstücken kam, hat gedacht, wir haben ein Rad ab", sagt Thomas Klingelhöfer lachend.

Mit dabei zunächst die Jury: Sie besteht aus Johann Lafer, Konditoren-Weltmeisterin Eveline Wild und Ian Baker, Patissier des Jahres 2015. Und die Jury-Mitglieder wollten zunächst bei einer Spontan-Verkostung ein Orangen-Schokoladentörtchen mit weihnachtlichen Gewürzen probieren.

Unter den strengen Augen des Produktionsteams musste das Klingelhöfer-Team, bestehend aus Tochter und Vater Annette und Thomas Klingelhöfer, Bäcker Christian Heese und Chocolatier Marc Wietersen, dann eine regionale Spezialität des Hauses zubereiten. "Wir haben unseren Landgraf-Philipp-Stollen mit heimischem Mehl aus Allna, Haselnüssen und Kirschen, die in Weißwein vom Marburger Schlossberg eingelegt sind, hergestellt", erzählt Klingelhöfer.

Dann wurde dem Team noch eine Tagesaufgabe präsentiert, die spontan zubereitet werden musste: zwei unterschiedliche, weihnachtlich ausdekorierte "Cake-Pops". "Das war sehr aufwändig", erinnert sich Annette Klingelhöfer. Und Vater Thomas fügt hinzu: "Das ist ein supertolles Gebäck. Wirtschaftlich gesehen würde das wahrscheinlich jeden in die Knie zwingen - denn es ist sehr schwierig herzustellen. Aber ich wäre auch nicht scharf drauf gewesen, ein paar Butterplätzchen mitzubringen - da fehlt ja die Herausforderung", sagt er lachend.

Jury entscheidet im Koblenzer Schloss, wer gewonnen hat, ist am Dienstag im Fernsehen zu sehen

Die Dreharbeiten stellten das Team vor große Herausforderungen. "Wir mussten zunächst in der Premium-Zeit den Betrieb von 14 bis 18 Uhr geschlossen lassen. Wir haben das mit einem provisorischen Verkauf gemacht", erinnert sich Klingelhöfer. Und in der Backstube war das Team permanent von vier Kameras umringt - "das war schon ein Erlebnis", sagt Thomas Klingelhöfer.

Nach Abschluss der Dreharbeiten wurden Cake-Pops und Weihnachtsstollen in einen Karton gepackt - und das Klingelhöfer-Team reiste nach Koblenz ins Kurfürstliche Schloss.

Dort kam es zum ersten Zusammentreffen mit den "Konkurrenten" aus der Region: einem Betrieb aus Bad Wildungen und einem weiteren aus Olsberg.

Die Jury verkostete Stollen und Cake-Pops, bewertete ebenso Optik und Dekoration. Außerdem floss die Betriebsspezialität - also das Orangen-Schokotörtchen - ebenso in die Bewertung mit ein wie der Betrieb als solcher. "Daraus ergab sich eine Punktzahl - und die war ausschlaggebend für den Tagessieger", erzählt Thomas Klingelhöfer. Danach zog sich die Jury für eine Dreiviertelstunde zurück und beratschlagte - "die Wartezeit war schlimm", sagt Bäcker Christian Heese.

Ob das Team Klingelhöfer weitergekommen ist, erfährt die Öffentlichkeit am Dienstag ab 15.05 Uhr im ZDF - dann wird die Sendung ausgestrahlt.


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