Mit Video: Brand vernichtet Scheune

Nachbar rettet Bewohner / Wohnhaus ist unbewohnbar
Eine Scheune in der Driedorfer Höllkopfstraße ist am späten Mittwochabend komplett abgebrannt. (Foto: privat)
Eine Scheune in der Driedorfer Höllkopfstraße ist am späten Mittwochabend komplett abgebrannt. (Foto: privat)

Schleunigst alarmierte er die  Frauen, die bis zu diesem Zeitpunkt nichts von dem Unglück ahnten. Ein weiterer Nachbar rief  zwischenzeitlich die Feuerwehr. Als diese nur wenige Minuten später eintraf, schlugen die Flammen bereits zwanzig Meter hoch aus der brennenden Scheune.

Hitze,  Flammen und Löschwasser beschädigen mehrere Gebäude

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Feuerwehr löscht Scheunenbrand

Video: Jörg Fritsch

Obwohl nach und nach  Einsatzkräfte aus allen Driedorfer Ortsteilen eintrafen, gab es für die Wehren an der Scheune nichts mehr zu retten. Sie konzentrierten sich zunächst darauf, das Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser zu  verhindern. Auch das gelang nur teilweise. Zwar gab es eine Brandmauer zwischen der Scheune und dem dazugehörigen Wohnhaus in der Höllkopfstraße 10. 

Das Feuer griff aber auf den Dachstuhl des Hauses über. Der obere Teil der Giebelwand stürzte ein. Das Löschwasser, das nötig war, um diesen Brand zu löschen, drang durch den Speicherboden des Fachwerkhauses und weichte die mit Lehm gefüllten Spalierdecken  auf.    

An dem Haus zur anderen Seite wurde die Fassade beschädigt.   Fensterscheiben barsten. Und auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite schmolzen durch die immense Hitze die Kunststoff-Rollläden.

Die Scheune brannte vollständig aus. Damit von den Trümmern  keine Gefahr mehr ausgehen konnte, rissen Feuerwehrleute die noch stehenden Mauerteile mit Seilen ein. Die Fassade ließen sie auf die Straße krachen. Die Straße wurde daraufhin gesperrt.

Die Feuerwehren waren mit zusammen rund 70 Kräften im Einsatz. Bis Donnerstagvormittag löschte die Brandwache immer wieder Glutnester zwischen den Trümmern. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf rund 140 000 Euro.

Die Kriminalpolizei aus Dillenburg nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamts war am Donnerstagmittag am Brandort. Bisher wurden jedoch keine konkreten Hinweise auf die Brandursache gefunden. Bürgermeister Dirk Hardt (SPD) lobte den professionellen Einsatz der Feuerwehren.

Den beiden betroffenen Frauen, die unterdessen bei einer Verwandten untergekommen sind, bot er seine Hilfe an.


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