Mit Video: "Pfiat Di", Niederselters

Wenig Zeit und viele Tore: Der FCB beim Fanclub Bayern-Kings
Zufrieden nach dem Spiel: "Kings"-Chef Michael Stefovic, Bayern-Trainer Jupp Heynckes und Reporter Rolf Töpperwien (v.l.
Zufrieden nach dem Spiel: "Kings"-Chef Michael Stefovic, Bayern-Trainer Jupp Heynckes und Reporter Rolf Töpperwien (v.l.).
Volle Kanne FCB: Beim "Traumspiel" des Deutschen Rekordmeisters Bayern München kommen die  "kleineren? Bayernfans auf ih
Volle Kanne FCB: Beim "Traumspiel" des Deutschen Rekordmeisters Bayern München kommen die "kleineren? Bayernfans auf ihre Kosten. Manche verlassen am Ende aber auch ein klein wenig enttäuscht das Emsbachstadion - sie hatten sich ein Autogramm ihrer Stars erhofft.(Fotos: Gütling)
Dann eben "Berni": Das Maskottchen des FC Bayern war ein gefragter Autogrammgeber - auch weil von den echten Stars nicht
Dann eben "Berni": Das Maskottchen des FC Bayern war ein gefragter Autogrammgeber - auch weil von den echten Stars nicht viel zu holen war.
Ein großer Moment für Tim Ludwig-Pistor: Arjen Robben gibt dem jungen Rollifahrer ein Autogramm. Der blickt ehrfürchtig
Ein großer Moment für Tim Ludwig-Pistor: Arjen Robben gibt dem jungen Rollifahrer ein Autogramm. Der blickt ehrfürchtig drein.
Rein das Ding: Arjen Robben schlenzt den Ball mit dem rechten Außenrist zum 3:0 in die Maschen.(Foto: Bethke)
Rein das Ding: Arjen Robben schlenzt den Ball mit dem rechten Außenrist zum 3:0 in die Maschen.(Foto: Bethke)
Echte "Mussigger": Henri Breser vom TV Niederbrechen trommelt auf einem umgebauten Kinderwagen - unter anderem die hessi
Echte "Mussigger": Henri Breser vom TV Niederbrechen trommelt auf einem umgebauten Kinderwagen - unter anderem die hessische und bayerische Hymne vor dem Spiel
Regen bei der Ankunft: Stürmer Claudio Pizarro blickt besorgt gen Himmel.
Regen bei der Ankunft: Stürmer Claudio Pizarro blickt besorgt gen Himmel.
Bild 1 von 7
Impressionen vom Traumspiel

Um kurz vor ein Uhr stoppt ein schwarzer Bus mit dem großen Bayern-Schriftzug vor dem Sportplatz. Die sonst so sportlich-leger in Trainingsanzüge gekleidete Vorstandschaft der Bayern-Kings steht in Anzug und Krawatte Spalier. Alle Spieler werden mit Handschlag begrüßt. Naja, fast alle: Neuzugang Xherdan Shaqiri rennt vorbei. Auch Holger Badstuber, der beim Anblick der Fans ein Gesicht wie sieben Tage Regen macht.

Regen, anstelle der erwartungsfrohen Gesichter, ist es auch, den Claudio Pizarro bemerkt, als er mit Kopfhörern auf den Ohren aus dem Bus steigt - die Schultern hochgezogen, gen Himmel blickend. Nur zwei halten, was das "Traumspiel", mit dem die Bayern sich jedes Jahr bei einem Fanclub bedanken, verspricht und erweisen sich als Stars zum Anfassen: Thomas Müller und Arjen Robben schreiben noch in der Bustür die ersten Autogramme.

Autogramme gibt es im VIP-Zelt, für Fans im Stadion nehmen sich nur wenige Profis Zeit

Wenige Minuten später ist das Stadion proppenvoll. 13 000 passen auf die Stahlrohrtribünen, die eigens für dieses Spiel aufgebaut wurden. Beim Einmarsch spielen die Niederbrechener "Mussigger" die bayerische und die hessische Hymne.

Dann hagelt es Tore - elf Stück schießen die Bayern bis zur Halbzeit. Hacke, Spitze, eins, zwei, drei - die Fans johlen, es ist eine Mischung aus Staunen für die filigranen Techniker in Reihen des Rekordmeisters und Bedauern für die Elf des vorgeführten Fanclubs.

In der Pause sind es die bekannten Gesichter, die sich ein Herz nehmen. Robben geht zu den Rollifahrern, schenkt einem sein Trikot, anderen Autogramme. Auch Maskottchen "Berni" dreht seine Runden. Weil nichts anderes zu holen ist, strecken die jüngsten Fans eben dem Teddybären ihre Schals und Trikots zum unterschreiben entgegen.

Am Ende steht es 17:0. Die Bayern verschwinden zügig in den Katakomben. Eine Chance auf eine Unterschrift oder gar ein Erinnerungsfoto haben höchstens die Gäste im VIP-Zelt. Vorausgesetzt sie stellen sich entlang des Absperrbandes auf, das den Spielern den Weg durch das Zelt und in den Bus weist.

170 Euro wollen manche für ein VIP-Ticket bezahlt haben, weil zugesagt war, dass die Bayern sich im Anschluss noch ein wenig im Zelt aufhalten. Tatsächlich steht sofortige Abreise auf dem Programm.

Dann eben andere Souvenirs, denken sich viele Fans. Die Verkäufer im Fan-Shop haben gute Laune: "Pfiat Di" sagen sie dort herzlich bayrisch. Gute Laune hat auch Bayern-Kings-Chef Stefovic. "Fracksausen? Nein!", "Glücklich? Ja!" - so kurz kann ein Interview sein, wenn Sportreporter-Legende Rolf Töpperwien dem "Bayern-Michel" Fragen stellt. Und ein Junge jauchzt: "Oh, Mann, ich liebe dieses Spiel."


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2012
Kommentare (0)
Mehr aus Videos Limburg