Mit Video: Stadtallendorfer ist nach Explosion außer Lebensgefahr

Gasexplosion in der Niederkleiner Straße
Die Uhr der Wohnung ist durch die Hitze geschmolzen und auf dem Moment der Explosion stehen geblieben.
Die Uhr der Wohnung ist durch die Hitze geschmolzen und auf dem Moment der Explosion stehen geblieben.
Das Wohnzimmer des 52-jährigen Stadtallendorfers wurde durch die Explosion komplett verwüstet, die Scheiben in Fenster u
Das Wohnzimmer des 52-jährigen Stadtallendorfers wurde durch die Explosion komplett verwüstet, die Scheiben in Fenster und Balkontür zerstört.(Fotos: Schmidt)
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Die Erdgeschoss-Wohnung des 52-Jährigen bietet ein Bild der Verwüstung: Im Wohnzimmer, wo die Gasflasche stand, wurden Schränke von den Wänden gerissen. Ein Loch und Risse sind in der Decke zu sehen, Risse ziehen sich auch über die Wände. "Als wir ankamen, lief sogar noch der Fernseher", sagt ein Feuerwehrmann. Auch die Küche wurde komplett verwüstet, ebenso, wie das Nachbarzimmer.

Der 52-Jährige lebte alleine in der Wohnung. Er wurde mit schwersten Verbrennungen in die Marburger Uni-Klinik gebracht und schwebte zunächst in Lebensgefahr. Mittlerweile ist sein Zustand jedoch stabil, wie Polizeisprecher Jürgen Schlick mitteilte. Die weiteren Bewohner des Sechs-Familien-Hauses kamen mit dem Schrecken davon.

"Es war furchtbar, plötzlich gab es einen lauten Knall, wir wussten gar nicht, was los ist", erzählt eine Nachbarin.

Hausbewohner müssen ihre Wohnungen zunächst räumen

Ein Feuer sei durch die Explosion nicht ausgebrochen, bestätigt Feuerwehrsprecher Stephan Schienbein. Das Haus wurde jedoch beschädigt und wurde vorläufig gesperrt, weil eine Einsturzgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Auch der Bausachverständige des Technischen Hilfswerkes konnte vor Ort keine Entwarnung geben.

Daher mussten sich die zwölf weiteren Hausbewohner für die Nacht um eine Unterkunft bemühen. In Begleitung der Rettungskräfte durften sie nur noch einmal kurz in ihre Wohnungen, um etwas Kleidung und wichtige Papiere mitzunehmen. "Sie sind bei Bekannten und Verwandten untergekommen", sagte Bürgermeister Manfred Vollmer, der vor Ort war, um sich ein Bild über das Ausmaß der Schäden zu machen. Und Unterbringungsmöglichkeiten für die Hausbewohner durch die Stadt anzubieten, falls die Menschen nicht selbst eine Unterkunft gefunden haben.

"Es ist schon tragisch, was hier passiert ist", so Vollmer. "Aber es ist gut, dass keine weiteren Menschen verletzt wurden."

Für die Hausbewohner gab es am Donnerstag gute Nachrichten: "Das Gebäude wurde am Donnerstag durch Sachverständige begutachtet, es besteht keine Einsturzgefahr", sagte Schlick.

Zur Explosionsursache könne momentan aber noch keine konkrete Aussage getroffen werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen", so Schlick. Den Schaden bezifferte der Polizeisprecher auf mindestens 100 000 Euro.


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