Mit Video: WZ-Kennzeichen kommt an

Riesiger Andrang bei der Wetzlarer Zulassungsbehörde
WZ-HE 11 - Um kurz vor acht Uhr nimmt Roland Henn das frisch geprägte Kennzeichen  von Mitarbeiterin Renate Streicher en
WZ-HE 11 - Um kurz vor acht Uhr nimmt Roland Henn das frisch geprägte Kennzeichen von Mitarbeiterin Renate Streicher entgegen. Im Hintergrund steht ihre Kollegin Rita Gunne.
"Es ist mir wichtig, dass ich mit WZ fahre", sagt der 74-jährige Norbert Weidler.
"Es ist mir wichtig, dass ich mit WZ fahre", sagt der 74-jährige Norbert Weidler.
Geschafft: Roland Henn montiert um 8.30 Uhr sein neues WZ-Kennzeichen.
Geschafft: Roland Henn montiert um 8.30 Uhr sein neues WZ-Kennzeichen.
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Dass es Stimmen gegen "WZ" im Wetzlarer Parlament gab, versteht er überhaupt nicht: "Man sollte den Wetzlarern selbst die Entscheidung überlassen, ob sie mit WZ fahren wollen oder nicht." Henn will es - und zwar unbedingt.

Viele wollen WZ-Kennzeichen

Video: Dennis Weber

"Ich war schon immer für WZ, mit LDK konnte ich mich nie identifizieren"

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Seinen Bruder trifft er im Flur am Automaten. Gleich bekommt auch er sein neues WZ-Schild: "Ich bin Wetzlarer durch und durch, das ,LDK war mir immer fremd", sagt der 61-jährige Manfred Henn. Er zückt den Geldbeutel: 26,80 Euro kostet die Umkennzeichnung, 10,20 Euro das neue Wunschkennzeichen, 5,60 Euro die Feinstaubplakette.

Nebenan entwertet Norbert Weidler (74) aus Wetzlar sein altes LDK-Kennzeichen. "Ich war schon um 6.20 Uhr hier, ich hatte befürchtet, dass der Andrang riesig sein wird. Aber es ging jetzt doch schnell. 25 Minuten", sagt Weidler. Sein "altes WZ"-Nummernschild - WZ gab es bereits zwischen 1956 und 1976 in der Domstadt - hatte er einst an seinen Fiat 128 angeschraubt, erinnert er sich. Das neue, WZ-NW 338, kommt an seinen Ford. "Die 338 wollte ich unbedingt. Das ist mein Geburtstag", - März 1938.

In der Schlange vor der Information steht auch Gretel Hedrich (70), sie wohnt schon über 50 Jahre in Wetzlar: "Ich war schon immer für WZ, mit LDK konnte ich nicht identifizieren." Hinter ihr wundert sich Aljoscha Maltzen (31), der an diesem Morgen mit Töchterchen Liana (2) zur Zulassungsstelle gekommen ist: "Ich habe mich schon gewundert, was hier heute los ist. Ich wollte eigentlich ein normales LDK-Kennzeichen heute holen, aber jetzt habe ich erfahren, dass es WZ gibt. Das nehm ich auch gern", sagt er. Langsam wird die Schlange hinter ihm kürzer. "Mit diesem großen Andrang haben wir gerechnet", sagt Reinhard Strack-Schmalor, Leiter der Abteilung Aufsichts- und Ordnungsbehörden beim Kreis. "Wir waren darauf vorbereitet. Heute haben sechs Schalter geöffnet. Es läuft zügig", ist er zufrieden.

Die Henn-Brüder kommen vom Schilderdienst im Raum rechts vom Eingang zurück. Stolz halten sie das geprägte WZ-Schild und Quittung (33 Euro) in der Hand, sie bekommen jetzt ihr Siegel.

Ihr Wunschkennzeichen - WZ-RF 56 - hat auch Renate Ferber (55) bekommen. "Ich wollte eine der ersten sein, die mit WZ fährt", erklärt die gebürtige Wetzlarerin. "Ich war schon immer gegen LDK und für WZ, als ich meinen Führerschein gemacht habe und noch kein eigenes Auto hatte. Man muss doch am Kennzeichen erkennen, wo man herkommt", sagt sie. Vier Jahre ist sie auch mit dem "L"-Kennzeichen, das 1977 mit der Gründung der Lahnstadt Einzug eingeführt wurde, gefahren. Ungern. "Das war fürchterlich", erinnert sich auch Roland Henn und verdreht die Augen, während er sein nagelneues Schild am Auto anbringt. Kurz danach fährt er strahlend vom Hof.


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