Museum wird Lernort

FÖRDERUNG Zuschuss für Erweiterung des Schlossnebengebäudes
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Das Geld stammt vor allem aus dem EU-Förderprogramm LEADER, kommt aber auch zu einem kleinen Teil vom Land Hessen. An der Finanzierung der Gesamtkosten von insgesamt 150 000 Euro beteiligt sich das Kuratorium der Stiftung Dr. Bruns mit 40 000 Euro, der Verein für Heimatgeschichte selbst mit 10 000 Euro und die Stadt Aßlar mit 37 000 Euro.

"Ich freue mich, dass wir in unserem Vorhaben der Erweiterung einen entscheidenden Schritt weiterkommen konnten", freute sich Bürgermeister Roland Esch, der vor Ort neben Schreiber auch Günter Schwab (Region Lahn-Dill-Wetzlar), Eva Susanne Götz (Abteilung ländlicher Raum, Lahn-Dill- Kreis) sowie Vertreter von Kuratorium und Heimatverein begrüßte.

"Durch die Erweiterung des Museums wird ein Vortrags- und Arbeitsraum für die zukünftige schulpädagogische Arbeit des Museums geschaffen," so Esch. Das Museum kann so die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen intensivieren, das Museum für neue Besuchergruppen attraktiver machen und in der Erwachsenenbildung tätig sein.

"Aus Sicht der Region handelt es sich hierbei um ein Projekt im Rahmen der kulturellen Entwicklung der Region, des Ausbaus der touristischen Infrastruktur sowie des Geoparks ,Westerwald-Lahn-Taunus’", erläuterte Schwab.

Die Realisierung von Baumaßnahmen wie dieser sei immer auch große Motivation für die rührigen Heimatgeschichtler, die mit viel Herzblut dabei sind. "Wir sind dankbar, dass sich alle gemeinsam eingesetzt haben, um diese neuerliche Entwicklung zu realisieren," sagte Erhard Peusch, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte.

Das Konzept für den Vortragsraum haben Kuratoriumsmitglied Klaus Keiner und sein Ex-Kollege Uwe A. Hintz, Leiter der Alexander-von-Humboldt-Schule, erarbeitet. "Die entstehenden Möglichkeiten sind phantastisch", so Keiner und nennt als Beispiel die Landschulreform: "Im Museum kann man sich das alte Klassenzimmer anschauen, in dem einst mehrere Jahrgänge gemeinsam unterrichtet wurden - im Vortragsraum wird die Weiterentwicklung behandelt, die gleiche Bildungschancen für alle schuf." So wäre Handwerk ebenso ein Thema wie Landwirtschaft, Mode, Handel, Funk und Fernsehen, Spielzeug und mehr.

n Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort ist ein Schwerpunkt des neuen Projekts

"Die Ursprungsidee, hier in einer Bibliothek heimatliche Literatur zu versammeln, war in Verbindung mit der Forcierung der Museumspädagogik unstrittig, zumal sich der Komplex zum Geopunkt des Geoparks ,Westerwald-Lahn-Taunus’ entwickeln soll", fasste Regionalmanager Schwab die Begründung für die Vergabe der Fördermittel zusammen.

Götz lobte die fruchtbare Zusammenarbeit aller: "Eine Zwischendecke, wie anfangs beantragt, war nicht förderfähig, weil die Verbindung zur kulturellen Entwicklung der Region fehlte." Wohl aber die Schaffung eines Raums, der von den Schulen in der Region ebenso genutzt werden kann, wie für Vorträge und Ähnliches in der Erwachsenenbildung. So wird in dem zwei Etagen hohen Raum im Nebengebäude eine Decke eingezogen, um den bis dato nicht nutzbaren oberen Teil in den Vortragsraum zu verwandeln, der auch mit entsprechenden technischen Möglichkeiten ausgestattet wird.

"Die Zusammenarbeit mit der Schule finde ich als Schulträger hervorragend, denn Lernräume mit guter Atmosphäre sind wichtig und wenn alles hier so klappt wie gewünscht, sind mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen und eine Versorgungseinrichtung mit regionaler Wertschöpfung geschaffen, die ihresgleichen sucht", befand Schreiber. Der Kreisbeigeordnete verschaffte sich im Anschluss bei einem Rundgang einen Eindruck vom Museum.


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