Narren hoffen auf Hilfe

GIESSENER FASSENACHT Wenig Bonbons, teure Gitter

Eng ging es zu beim Fassenachtszug 2014 an der Einmündung vom Ludwigsplatz in die Ludwigstraße. Polizei und Ordnungsamt verlangen gerade dort Absperrgitter, damit niemand unter die Räder kommt. (Foto: ga)

Viele Firmen hatten den Verein in der Vergangenheit mit Bonbons und anderem Wurfmaterial für den Faschingszug ausgestattet. Auch gab es in einem Großmarkt vor den Toren der Stadt ein "Prinzenpaarwiegen", und die GFV erhielt in der Größenordnung des Gewichts des Prinzenpaares Schokoriegel, Bonbons und anderes mehr geschenkt. Dabei und bei anderen Aktionen kamen jedes Jahr einige Zentner Wurfmaterial zusammen. Doch dieses Jahr halten sich die Unternehmen zurück. Ein Umstand, der letztendlich für die GFV höhere Kosten bedeutet, will sie die Narrenschar nicht nur mit Konfettiregen bedenken. Allerdings ist dies nicht der einzige Kostenfaktor, der die Fastnacht in Gießen künftig teurer macht.

Gefährliche Kurven müssen mit Gittern versehen werden

Bereits in der Jahreshauptversammlung hatte Isenberg darauf hingewiesen, dass mit erhöhten Sicherheitsauflagen von Stadt und Polizei zu rechnen sei. Dies hatte sich schon in einer Nachbesprechung des Zuges 2014 angedeutet. Jetzt gibt es ein Sicherheitskonzept, wie Stadtsprecherin Claudia Boje erläutert. Im März 2014 hatten Polizei und Straßenverkehrsbehörde für den Zug 2015 gefordert, dass "Brennpunkte" mit Absperrgittern zu sichern sind, da die Polizei die Sicherheit nur mit Personal nicht mehr gewährleisten könne. Die dort bislang eingesetzten Beamten werden dann an anderen Stellen, wo sie auch benötigt werden, eingesetzt. Im konkreten Fall handelt es sich um die Kurve am Ludwigsplatz, die Kurve Bahnhofstraße/Marktstraße sowie rechts und links des Marktplatzes bis in den Bereich des Türmchens.

Diesen Sicherheitsauflagen nachzukommen, ist für Isenberg eine Selbstverständlichkeit, aber eine teure. Weder Polizei noch Stadt verfügen über so genannte "Hamburger Gitter". Insgesamt werden für den Zug 300 Meter Absperrgitter benötigt. Die kann man mieten - für 2500 Euro. Die GFV hofft nun noch auf ein paar Sponsoren, auch solche, die Wurfmaterial zur Verfügung stellen, damit zumindest dadurch die Vereinskasse nicht noch weiter strapaziert wird.


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