Neue Exponate im Wassermuseum

Bildung   Tintenfisch-Präparate, Audiostifte und Trilobit-Puzzle

Ottfried Schreiter hat ein Holzpuzzle mit einem Trilobiten für das Löhnberger Wassermuseum angefertigt. Weitere sollen folgen. (Foto: Heß)

Dabei handelt es sich um Nachbildungen von Weichtieren, die vor 393 Millionen Jahren im Wasser – auch bei Löhnberg – vorkamen. Einige versteinerte Überreste sind im Fossilienfeld bei Niedershausen gefunden worden.

Diese wirbellosen, freischwimmenden Tintenfische in Gehäusen hätten ein komplex entwickeltes Nervensystem besessen, erklärte Jan Bohatý, der die Paläontologische Denkmalpflege in Wiesbaden leitet, bei der Vorstellung. „Sie waren sehr intelligent, wie Tintenfische heute.“ Gerade die Arten mit einem lang gestreckten Gehäuse seien bei der Jagd schnell und agil gewesen. „Sie waren aktive Jäger und hatten scharfe Waffen.“

Bürgermeister Frank Schmidt (SPD) dankte dem Vorstand der Kreissparkasse Weilburg, Stefan Hastrich, für die finanzielle Unterstützung. Die Sparkasse und die die Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen hatten zusammen 6000 Euro für die Herstellung der Präparate zur Verfügung gestellt. Laut Schmidt wäre dies mit dem Gemeindeetat nicht möglich gewesen.

Gießener Studenten sprechen Texte ein

Die Präparate sind aber nur eine Neuerung im Wassermuseum. Damit Jung und Alt mehr über die Exponate erfahren, werden ab sofort Audiostifte und Kopfhörer angeboten. Die Stifte werden über einen Sensor auf den Informationstafeln aktiviert, dann sind kurze Texte zu hören. Umgesetzt wurde dies von Studenten der Universität Gießen, die zusammen mit Hans-Peter Ziemek, Professor für Biologiedidaktik an der Justus-Liebig-Universität, das Projekt anpackten.

Neu im Angebot ist auch ein großes Holzpuzzle, auf dem ein Trilobit abgebildet ist. Dieses stammt von Ottfried Schreiter, der angekündigt hat, noch weitere Puzzle anzufertigen. (ohe)


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