Neues Einsatzfahrzeug übergeben

Über 20 Jahre begleitete der 6,5 Tonner die Verkehrserzieher in nördlichen Dillkreis. Am 2. Juni 1995 zugelassen, unterstützte der Mercedes die Arbeit der Jugendverkehrsschule. In dieser Zeit durchliefen ca. 12.000 Kinder aus etwa 740 Schulklassen die Verkehrsschule. Alleine im vergangenen Jahr lehrten die Verkehrserzieher 572 Schülerinnen und Schüler in 37 Klassen das sichere Verhalten im Straßenverkehr.

Kostenträger ist der Lahn-Dill-Kreis, der für die Sachausstattung der Jugendverkehrsschule zuständig ist. Heinz Schreiber, Schuldezernent und erster Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises, wies in seiner Rede auf die Bedeutung der Jugendverkehrsschulen hin. Neben dem Regelwerk, welches die Verkehrserzieher den Kindern vermitteln, übernehmen sie durch die Fahrübungen auch eine große Rolle bei der Schulung der psychomotorischen Fähigkeiten der Kinder. Letztlich bereiten die Polizistinnen und Polizisten die Kinder auch ein Stück weit auf das Leben vor. Schreiber rechnete vor, dass die Anschaffung des Lkw samt Ausrüstung und Ausstattung rund 40.000 Euro kosteten. Er dankte den Vertretern der Verkehrswacht Dillenburg, der Bezirkssparkasse Dillenburg und der Bürgerinitiative Pro Polizei Dillenburg, die sich mit Spenden von insgesamt 5.500 Euro an den Kosten beteiligten.

Polizeihauptkommissar Andreas Düding, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill und Chef der Dillenburger Jugendverkehrsschule, hob die Bedeutung der Verkehrssicherheitsarbeit bei den jüngsten Verkehrsteilnehmern hervor. Seine Mitarbeiter, Polizeioberkommissar Sascha Schwenk und Verwaltungsangestellter Henrik Freier, vermitteln in Kindergärten und Grundschulen wichtige Grundlagen zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr.

Der neue Mercedes "Sprinter" der Jugendverkehrsschule hat eine Nutzlast von 3,5 Tonnen und ist somit kleiner und wendiger als sein Vorgänger. Die Ausstattung der neuen "mobilen" Verkehrsschule kann sich sehen lassen: Darin kommen Fahrräder unterschiedlicher Größen (20 bis 24 Zoll), die Beschilderung für die Übungsfelder, Ersatzhelme und Zubehör für die Kinder, Ersatzteile und Werkzeug für notwendige kleine Reparaturen unter. Außerdem sind darin spezielle Roller und Therapieräder für Kinder mit Handicap gelagert, um auch diesen die Teilnahme an der Radfahrausbildung zu ermöglichen.


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