Nur zwei werden Bäcker

HANDWERK Sonja Waltersbacher ist seit 25 Jahren Meisterin

Innungsobermeister Michael Homberg (rechts) und sein Stellvertreter Ulrich Biedenkopf zeichnen ihre Kollegin Sonja Waltersbacher aus, die vor 25 Jahren ihren Meisterbrief im Bäckerhandwerk erworben hat. (Foto: Ewert)

Sonja Waltersbacher ist seit 25 Jahren Bäckermeisterin in Eibach.

Im Blick auf das Bäckerhandwerk und die Situation in der Innung Lahn-Dill habe sich an den Problemlagen wenig geändert. Die Zahl der ordentlichen Innungsmitgliedsbetriebe ist im Geschäftsjahr 2016 um zwei auf 20 zurückgegangen. Grund waren Geschäftsaufgaben.

Auch im Bereich der Ausbildung sei das heimische Bäckerhandwerk nicht auf Rosen gebettet, sondern müsse sich "nach der Decke strecken". Dass die Arbeitszeiten für Bäcker aus dem Rahmen des Üblichen fallen, sei bekannt.

Im gesamten Lahn-Dill-Kreis erlernen aktuell gerade mal noch 13 junge Menschen den Beruf des Bäckers. Elf davon im Bereich Dillenburg, nur zwei im Altkreis Wetzlar.

Diese beiden sind im dritten Lehrjahr. Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr des Bäckerhandwerks heißt es im Südkreis: Fehlanzeige.

Besser ist die Lage bei den Fachverkäuferinnen im Bäckerhandwerk.

Innung sucht nach Wegen, um Situation im Ausbildungsbereich zu verbessern

25 sind es - in allen drei Lehrjahren zusammen - im Bereich Dillenburg, 13 im Bereich Wetzlar. Die Bäckerinnung - und mit ihr die Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill als Dachorganisation - sucht nach Wegen und Ideen, den Bereich der Ausbildung wieder zu stärken.

Die Gesellenprüfung im Bäckerhandwerk haben im Prüfungsjahr 2016 sechs von sieben Probanden bestanden, bei den Fachverkäuferinnen haben von 21 jungen Damen 18 die Gesellenprüfung mit dem gewünschten Erfolg absolviert. (ew)


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