Ortsbeirat lehnt Verkauf des Gerätehauses ab

SITZUNG  Gebäude und Fläche in Weitershausen werden von Feuerwehr und Jagdgenossen als Lager genutzt

Der Ortsbeirat Weitershausen will nicht, dass das alte Feuerwehrgerätehaus im Ort verkauft wird. (Archivfoto: Reinhardt/dpa)

Damit hat sich nun auch der Ortsbeirat in seiner Sitzung beschäftigt und den Verkauf abgelehnt. Bevor das Gremium in die Diskussion einstieg, legten die Antragsteller ihre Gründe für den Kauf dar. Ihre Familie sei schon früher im Besitz der entsprechenden Flächen gewesen und habe diese der Stadt zur Verfügung gestellt. Nun wollen sie das Grundstück zurückhaben, um dadurch die Zufahrt zu ihrem Grundstück sicherzustellen, erklärten der Mann und die Frau.

Dass das alte Gerätehaus nicht mehr genutzt werde, wie die beiden in ihrer Darlegung vermuteten, stimme so allerdings nicht, stellte der Ortsbeirat fest. Gerade im Zuge der Schwarz-Weiß-Trennung bei der Feuerwehr werde zusätzlicher Raum benötigt. Denn der Anhänger sowie die alte Feuerwehrspritze müssen aus dem Gerätehaus verschwinden, damit die Kameraden dort mehr Platz bekommen. Sie sollen in dem alten Gerätehaus untergestellt werden. Außerdem nutze die Jagdgenossenschaft das Gebäude teilweise, um dort Geräte zu lagern.

Platz frei halten für die 800-Jahr-Feier

Ortsvorsteher Werner Grosch wies darüber hinaus auf einen weiteren Grund hin, der es ihm leider schwer mache, dem Verkauf zuzustimmen: „In fünf Jahren feiern wir unsere 800-Jahr-Feier und das wäre der einzige Platz, an dem man ein größeres Zelt aufstellen könnte.“ Der Ortsbeirat entschied aufgrund dieser Punkte einstimmig, das Grundstück nicht zu verkaufen.

Da es den Antragstellern aber hauptsächlich um die Zufahrt zu ihren Grundstücken gehe, schlug Grosch eine Alternative vor: Die Stadt sollte ein Stück des Weges unterhalb des alten Gerätehauses an die Familie verkaufen, sodass die Zufahrt darüber erfolgen kann und auch künftig sichergestellt ist. Dem schlossen sich auch die anderen beiden Ortsbeiratsmitglieder an. (val)


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