Pasolini, Rom und die Religion

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Zeitlose archaische Themen wie das Schicksal des Menschen, das bäuerliche Leben, die Religion, die Sexualität und der Tod waren es, auf die der italienische Filmemacher und Essayist Pier Paolo Pasolini bevorzugt seinen Blick richtete. Dabei bewegte er sich stets außerhalb gängiger Normen, fand Bilder von außergewöhnlicher Klarheit und Schärfe und wurde zum größten Provokateur der italienischen Gesellschaft. Davon kündet die zur Zeit im Berliner Martin Gropius Bau gezeigte Ausstellung "Pasolini Roma" über die Hassliebe des Künstlers zur ewigen Stadt. Das im Prestel Verlag erschienene, von der Cinémateque Francaise Paris herausgegebene Band "Pasolini Roma" (264 Seiten, 39,95 Euro) ist weit mehr als ein Ausstellungskatalog, nämlich mit fast 200 Bildern, Texten und Essays eine Verbeugung vor einem der bedeutendsten Italiener des 20. Jahrhunderts.

Schwerpunkt Pasolinis ist seine Auseinandersetzung mit der Religion, etwa in der meisterlichen Matthäus-Verfilmung. Darum geht es auch in Reinhold Zwicks bei Schüren erschienener Analyse "Passion und Transformation. Biblische Resonanzen in Pasolinis mythischem Quartett Edipo Re. Teorema. Porcile. Medea" (304 S., 24,90 Euro).

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