Pläne zu viel für Wohngebiet?

Wie verunstalte ich ein Wohngebiet - das müssen sich die Stadtvertreter der Stadt Runkel in Ennerich vorhalten lassen. Hier kann man sich überzeugen, wie ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten (ähnlich wie ein Plattenbau), genehmigt von den Stadtvertretern, ein friedliches Wohngebiet überlastet beziehungsweise verunstaltet.

Unverständlich für mich deshalb, zumal bei angrenzenden Hauseigentümern im Grundstückskaufvertrag steht: "Das Kaufgrundstück wird zum Zwecke der Bebauung mit einem Wohnhaus zum eigenen Wohnzweck verkauft."

Herr Bürgermeister Bender verweist mir gegenüber darauf, dass dies vor seiner Amtszeit geregelt wurde. Diese Äußerung kann ich nicht nachvollziehen, denn das Grundstück wurde 2016 gekauft und der Vertrag wurde von den zurzeit im Amt tätigen Stadtvertretern beschlossen. Entweder wurde dieser Vertrag speziell für dieses Anwesen geändert, was eine Wohnqualität- und Wertminderung für die übrigen Anwohner bedeutet, oder es hätte nur ein Wohnhaus für eigene Wohnzwecke gebaut werden dürfen.

Außerdem ist die Verkehrs- und Parksituation in diesem Bereich bereits überfordert, denn Firmen erhöhen schon jetzt das Verkehrsaufkommen. Nach Fertigstellung des Mehrfamilienhauses bedeutet das, dass auf kleinstem Gebiet (Sackgasse mit Wendehammer) zusätzlich etwa 20 Autos fahren und parken wollen.

Kein Anlieger hätte jemals hier ein Haus gebaut, wenn er gewusst hätte, dass die Stadtvertreter von Runkel scheinbar je nach Belieben die Bauplatzverträge anpassen.

Ewald Krämer, Ennerich


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