Planungen zum Jubiläum laufen

ARBEITSGRUPPE Ortsbeirat hofft auf rege Beteiligung vieler Mornshäuser

Mornshausen blickt auf 750 Jahre Geschichte zurück. (Archivfoto: Tietz)

Das Werk soll sich mit der historischen Entwicklung des Dorfes auseinandersetzen und unter anderem Themenbereiche wie die politischen Entwicklungen, die Arbeitsweise mit Tieren in den landwirtschaftlichen Betrieben oder die einzelnen Höfe und ihre Geschichte abhandeln.

Umfangreiche Dorfchronik soll viele Themenfelder umfassen

Thema sollen auch die Flüchtlinge und „Gastarbeiter“ nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie in der „Wirtschaftswunderzeit“ sein.

Aber auch „Mornshäuser Originale“ und interessante Anekdoten soll die Chronik für die Nachwelt erhalten. „Es soll ein dickes Buch und keine dünne Broschüre werden“, betont Margarete Kuhrt.

Für die Ortsvorsteherin ist es selbstverständlich, dass sie sich in dieser Arbeitsgruppe engagiert. Doch soll nicht der Ortsbeirat allein entscheiden und für das ganze Jubiläum verantwortlich zeichnen, erläuterte Kuhrt.

Jeder interessierte Bürger kann, darf und soll mitmachen und dabei auch Aufgaben und Verantwortung übernehmen.

Die ersten Aufgaben für die verschiedenen Themen der Dorfchronik wurden auch bereits verteilt. Zu den Chronisten gehören unter anderem Professor Siegfried Becker, der selbst aus Mornshausen stammt, oder Jürgen Homberger.

Wichtig für die Planer des Jubiläums in 2025 sind aber auch Zeitzeugen, also Personen, die bei einem historischen Ereignis selbst dabei waren und die Entwicklung im Dorf miterlebt haben. Daher wollen Kuhrt und ihre Mitstreiter im Arbeitskreis alle älteren Mornshäuser zu einem Erzählcafé einladen, sich dort von ihnen historische Geschichten und Anekdoten erzählen lassen und diese für die Chronik aufbereiten.

Der erste Termin für ein solches Erzählcafé soll im März oder April stattfinden, erläuterte die Ortsvorsteherin. Für die Befragung der Zeitzeugen hat sich bereits ein Trio aus Kuhrt, Paul Heuser und Franz Dorkas zusammen gefunden.

Ein Festausschuss soll später gegründet werden. Außerdem sind Wanderungen um die Gemarkungsgrenzen von Mornshausen mit Verköstigung für die Teilnehmer geplant. Dabei sollen ein paar Euro zusammenkommen, um die Arbeiten für das Jubiläum finanzieren zu können und Kosten für notwendige Ausgaben zu decken. Kuhrt hofft, dass sich alle Mornshäuser Vereine sowie viele Privatpersonen in der Arbeitsgruppe und bei den Vorbereitungen für das Dorfjubiläum beteiligen werden. Die Ortsvorsteherin selbst hat mit ihren Kollegen im Ortsbeirat bereits erste Anträge für die Umsetzung des Festes gestellt.

So fordert das Gremium, dass der Parkplatz hinter dem Bürgerhaus erweitert und ein Festplatz auf dem ehemaligen Bahngelände integriert werden soll. Die Gelder dafür sollten eigentlich in den Gladenbacher Haushalt 2018 eingestellt werden. Kuhrt und ihre Mitstreiter wollen die Investitionen der Kirschenmarktstadt genau verfolgen und darauf drängen, dass bis zum Jubiläumsfest der Parkplatz mitsamt Festplatz gebaut ist.


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