Roman

Ein mysteriöser Hai, Naturschutz, Tourismus, Kreuzfahrten, Ökoterroristen, Wirtschaft, Klimawandel ... Viele Aspekte, die Bernhard Kegel in "Abgrund" behandelt. Indes: Echte Spannung will in diesem Buch, das einen irgendwie an die Thematik in "Der Schwarm"erinnert, nicht aufkommen. Zu klar ist, was passieren dürfte. Anne Detlefsen will mit ihrem Freund, einem Biologen, den ersten gemeinsamen Urlaub machen: Statt mit ihr die Sonne des Galapagos-Archipels zu genießen, sucht er lieber nach einem ungewöhnlichen Hai, der den Forschern Rätsel aufgibt. Dann brennen nach und nach Schiffe - und die gelangweilte Leiterin der Kieler Mordkommission geht dem (natürlich) nach. Kommt der Brandstifter aus den Reihen der Fischer? Oder ist es einer der Jungforscher gewesen? Die Dinge sind kompliziert. Wohl wahr. Es ist ein Verdienst des Buches, dass Kegel die zwei Seiten beschreibt: Naturschutz hier und Lebenswirklichkeit der Bevölkerung da. Und er vermittelt Wissenschaft, vor allem die Besonderheit und Empfindlichkeit der Meere. Am Ende steht dann die Erkenntnis, dass der Mensch die Natur zwingt, ihre Überlebensstrategie zu ändern.

Bernhard Kegel, "Abgrund", Mare Verlag 2017, 384 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-86648-251-7

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