SPD setzt auf Frauenpower

POLITIK  Generationswechsel im Ortsverein Bad Endbach: Tamara Reiers ist Vorsitzende

Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Bad Endbach und seine ersten Gratulanten nach der Wahl: (von links) Svenja Kraft, Angelika Löber (Landtagsabgeordnete), Sören Bartol (Bundestagsabgeordneter), Tamara Reiers, Vanessa Banz, Laura Brumlik, Julian Schweitzer und Klaus Eckel. (Foto: Tietz)

„Als Vorsitzender habe ich alles erreicht und kann zufrieden aufhören“, sagte Klaus Eckel in der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Bad Endbach. Mehr als 20 Jahre engagierte er sich im Vorstand, 15 Jahre davon als Vorsitzender.

Die SPD ist seit der Kommunalwahl 2016 die stärkste Fraktion in der Bad Endbacher Gemeindevertretung. Und dann sei es auch noch gelungen, „aus dem schwarzen Rathaus ein rotes zu machen“, sagte Eckel mit Blick auf den Sieg von Julian Schweitzer bei der Bürgermeisterwahl 2017. „Die Sozialdemokraten in Bad Endbach können im Moment mit ganz breiter Brust auftreten. Mehr kann ich mir in meiner Amtszeit nicht wünschen“, lautete Eckels Fazit. Sein Dank galt allen Mitgliedern und Helfern für die „Super-Unterstützung“. Denn: „Ich alleine habe weder 2016 noch die Bürgermeisterwahl gewonnen. Dafür war immer ein ganzes Team nötig“, betonte Eckel.

Lob für die Arbeit von Klaus Eckel

Als erfreulich bewertete er die Mitgliederentwicklung im SPD-Ortsverein. Dank sechs Neueintritten stieg die Zahl auf 49 elf Frauen und 38 Männer. Sechs Mitglieder sind jünger als 35 Jahre, 13 sind zwischen 35 und 59 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 61 Jahren.

Stolz sei er, so Eckel, dass nun der Generationswechsel in der Führungsriege des Ortsvereins vollzogen werde. Sein Appell an die Mitglieder: „Unterstützt den neuen, jungen Vorstand, kritisiert, wenn es angebracht ist, redet miteinander und nicht übereinander. Wir haben viel erreicht, aber wir dürfen nicht stehenbleiben in unserer Arbeit.“

Lob und Dank nahm Eckel an diesem Abend von vielen Seiten entgegen. Helmut Seitz attestierte ihm die Note 1 für seine Arbeit. Als „Motor des Ortsvereins“ bezeichnete Hermann Bamberger den langjährigen Vorsitzenden. Ohne dessen nie nachlassenden Einsatz und Optimismus hätte es die Erfolge für die SPD nicht gegeben. „Du hast einen sehr guten Job gemacht“, sagte Bamberger.

Das unterstrich auch Sören Bartol: „Ihr seid in Bad Endbach eine Nummer. Die Bürger vertrauen der SPD, sie wird als Aktivposten wahrgenommen als Partei, die Zukunft gestaltet“, so der Bundestagsabgeordnete. Die Landtagsabgeordnete Angelika Löber stellte Bad Endbach gar als „SPD-Leuchtturm-Gemeinde“ heraus.

Auch Bürgermeister Julian Schweitzer ist „stolz darauf, was der SPD-Ortsverein in den vergangenen Jahren geleistet hat“. Das sei wegweisend gewesen. Generationsübergreifend werde hier an Lösungen gearbeitet. „Wir können in den nächsten sechs Jahren in Bad Endbach gemeinsam etwas bewegen“, betonte der 25-Jährige.

Von turbulenten und erfolgreichen zwei Jahren sprach Fraktionschef Rolf Bernshausen. Im Parlament müsse die SPD nun ohne Koalitionspartner auskommen, in vielen Punkten werde aber sachlich mit der CDU zusammengearbeitet. „Wir sind am Ball“, sagte Bernshausen mit Blick auf einige Wahlversprechen und Ziele der Sozialdemokraten.

Dazu gehöre, den Zustand der Straßen sowie auch die Kinderbetreuung in der Gemeinde zu verbessern. Mit Hilfe des Dorfentwicklungsprogramms sollen positive Projekte in den Ortsteilen verwirklicht werden. „Und wir sind dabei, das Bürgerhaus-Restaurant wieder zu beleben“, erklärte der Fraktionsvorsitzende. Ein wichtiges Vorhaben sei es zudem, ein eigenes Stromprodukt für die Bürger zu entwickeln.

Die volle Konzentration der Sozialdemokraten gilt darüber hinaus der Landtagswahl am 28. Oktober. „Ich bin guten Mutes, dass wir in Hessen wieder zulegen. Wir haben in den Kommunen eine Kraft und eine Macht“, sagte Angelika Löber. (mi)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Kommentare (0)
Mehr aus red.web unzugeordnet