"Saubere Landschaft" im Herbst?

AKTION NABU Steindorf sieht Pläne der Politik kritisch

Jung und Alt beteiligten sich an der Aktion "Saubere Landschaft" in Steindorf. (Foto: privat)

Besonders stark vertreten waren neben den Naturschützern die "Weinberg Ranger", eine Wetzlarer Kindergruppe, die sich regelmäßig auf dem Weinberg trifft, sowie die Steindorfer Jugendfeuerwehr. Prominenteste Sammler waren Oberbürgermeisterkandidat Manfred Wagner und Stadtrat Karl-Heinz Kräuter.

Befürchtung, dass Helfer ausbleiben

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Mit fünf Trupps wurden die Wege zwischen Magdalenenhausen und der Lahn sowie der Gemarkung Solms und der "Eisernen Hand" abgegangen und vom Müll befreit. Neben den üblichen Dingen wie Flaschen, Kunststoff und Papier wurden diesmal Teile eines Mopeds, Reifen, Matratzen und eine Bankkarte gefunden. Bereits nach drei Stunden war der von der Stadt Wetzlar zur Verfügung gestellte Container gut gefüllt. Anschließend stärkten sich die Helfer im TSV-Sportlerheim.

Das Hessische Umweltministerium plant eine Verlegung dieser von vielen Naturschutzvereinen seit Jahrzehnten regelmäßig im Frühjahr organisierten Aktionen in den Herbst. Begründet wird dies mit dem am 1. März gesetzlichen Beginn der Brut- und Setzzeit.

OB-Kandidat Wagner konnte sich davon überzeugen, dass diese Aktion keine negativen Einflüsse auf die Brutzeit der Vögel ausübt. Schließlich würden nur öffentliche Wege begangen, die für jedermann zugänglich sind.

Eine Verlegung in der Herbst sehen einige Vereine als problematisch an. Sie befürchten , dass die Freiwilligen ausbleiben. Im Herbst liegen schon andere Arbeitseinsätze wie Mäharbeiten und Nistkästenreinigungen. Zudem haben viele Aktive eigene Gärten und müssen auch dort Zeit investieren.


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