Schifffahrt in Köln auf dem "Vater Rhein" geplant

Bild 1 von 2

Leider konnten in den letzten beiden Jahren keine Fahrten angeboten werden. Dieses war den sehr spät genehmigten Haushalten der Jahre 2014 und 2015 geschuldet. In den jeweiligen ersten Jahreshälften gab es nur eine vorläufige Haushaltsführung, in der nur Pflichtaufgaben wahrgenommen werden konnten. Umso mehr freut es, dass der Haushalt für dieses Jahr schon genehmigt ist und einer Seniorenfahrt nichts im Wege steht.

Schifffahrt auf dem Rhein in Köln

Der Beirat für Senioren- und Behindertenfragen der Stadt Dillenburg hat sich dafür ausgesprochen, wieder eine Schifffahrt auf dem Rhein zu unternehmen. Ziel ist diesmal die Stadt Köln mit ihrem Wahrzeichen dem Kölner Dom.

Wie auch bei den letzten Fahrten ist es gelungen, ein schönes Schiff alleine für die Dillenburger Seniorinnen und Senioren zu ergattern. Die MS Loreley ist ein modernes und komfortables Schiff. Ganz wichtig ist, dass die MS Loreley barrierefrei ist und es eine rollstuhlgerechte Behindertentoilette gibt.

Die Abfahrtzeiten in Dillenburg liegen zwischen 12.00 und 12.30 Uhr. Alle gemieteten Busse sind moderne Fernreisebusse. Die Ankunft am Schiffsanleger in Köln wird gegen 14.30 Uhr sein. Um 15.15 Uhr legt die MS Loreley ab. Während der Fahrt wird Kaffee und Kuchen gereicht. Für Diabetiker gibt es belegte Brötchen. Wer möchte, kann ein Glas Wein genießen.

Die Geschichte der Stadt Köln

Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia, geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück. Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ die Siedlung im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben. In der Römerzeit war Köln Statthaltersitz der Provinz Germania. Um 80 n. Chr. erhielt die Stadt mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt. Im Frühmittelalter war Köln eine bedeutende Stadt. Um das Jahr 455 eroberten die Franken die zuvor römische Stadt. Bis Anfang des 6. Jahrhunderts war Köln Hauptort eines selbstständigen fränkischen Teilkönigreiches. Köln wurde im Hochmittelalter mit etwa 40.000 Einwohnern größte Stadt des deutschsprachigen Raums, so dass ihre Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten. Ab dem Jahre 1180 wurde die damals längste Stadtmauer mit zwölf Torburgen und 52 Wehrtürmen in der Ringmauer, 22 Pforten und kleinen Toren in der Rheinmauer gebaut und etwa 1250 fertiggestellt.

Der Dreißigjährige Krieg ließ die Stadt unversehrt. Das lag zum Teil daran, dass sich die Stadt durch Geldzahlungen an heranziehende Truppen von Belagerungen und Eroberungen freikaufte. Köln verdiente an dem Krieg durch Waffenproduktion und -handel prächtig. 1815 wurde das Rheinland mit der Stadt Köln nach den Befreiungskriegen infolge des Wiener Kongresses Teil des Königreichs Preußen.

Auch der Nationalsozialismus wütete: In Köln gibt es über 2200 Stolpersteine (Messing-Gedenkplatten am Boden), die einzelner Opfer der Diktatur namentlich gedenken. Nun zum Kölner Dom: Der Platz, an dem der Dom heute steht, war seit spätrömischer Zeit der Ort, an dem die ersten Christen sich in Köln versammelten. Mehrere, immer größer werdende Kirchen wechselten sich an dieser, nahe der Stadtmauer gelegenen Stelle ab. Im Jahre 1248 begann die Grundsteinlegung des mächtigen Gotteshauses. Das gotische Chor wurde im Jahre 1322 eingeweiht. Nach dessen Fertigstellung errichtete man die Seitenschiffe des Langhauses und zwei Stockwerke des Südturmes bis 1530. Erst im Jahre 1880 wurden dann auch die beiden Türme fertig gestellt; im Grundsatz die eigentlichen Wahrzeichen der Stadt. Obwohl er von vierzehn schweren Fliegerbomben getroffen worden war, überstand der Dom auch den Zweiten Weltkrieg.

Zurück zum Ausflug. Nach der Schifffahrt legt die MS Loreley um 17.45 Uhr wieder an. An der Anlegestelle warten die Busse schon. Ankunft in der Heimat wird voraussichtlich zwischen 19.30 und 20.00 Uhr sein.

Anmeldungen bis zum 17. Mai

Die Anmeldungen bitten wir im Rathaus oder im Stadthaus -Herefordhaus- abzugeben oder per Post zuzusenden. Diese sollten bis spätestens 17. Mai eingehen, um eine genaue Planung der Seniorenfahrt zu ermöglichen. Die genauen Abfahrtszeiten- und orte werden eine Woche vor der Fahrt im Dillenburger Wochenblatt bekannt gegeben.

Teilnehmer zahlen 10 Euro pro Person

Auch wenn in diesem Jahr wieder eine Fahrt stattfindet, ist die finanzielle Situation der Stadt immer noch nicht rosig. Von daher ist von den Seniorinnen und Senioren ein Obolus von zehn Euro pro Person zu leisten. Dieser Betrag wird von den Begleitpersonen in den Bussen einbehalten. Bedingt durch diese Eigenleistung können die Anmeldungen nur schriftlich und nicht telefonisch entgegen genommen werden. Die Stadt Dillenburg wünscht einen schönen Ausflug.


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2016
Kommentare (0)
Mehr aus red.web unzugeordnet