Schutz gegen Masern und Co aufrecht erhalten

THEMA Impfungen bringen nach wie vor Sicherheit

Kleine Spritze, große Wirkung: Das Impfen sollten in keinem Alter vernachlässigt werden. (Foto: colourbox)

Obwohl Schutzimpfungen zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen zählen, sind beispielsweise Masern oder Keuchhusten heute wieder auf dem Vormarsch.

Damit gefährliche Krankheiten durch hohe Impfquoten regional und weltweit ausgerottet werden, machen sich die Landesapothekerkammer Hessen und das Gesundheitsamt Frankfurt am Main in der Aktionswoche für eine höhere Impfakzeptanz in der hessischen Bevölkerung stark.

"Wer sich nicht sicher ist, ob und gegen welche Erreger er geimpft ist, kann sich in der Apotheke beraten lassen", so Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. "Mit dem Impfpass-Check klären wir den Patienten zu notwendigen Auffrischungen oder neuen Schutzimpfungen auf."

Keuchhusten breitet sich wieder aus

Masern etwa sind hochansteckende Viren, die zu schweren Krankheitsverläufen mit Lungen- oder Gehirnentzündungen führen können. 20 bis 30 Prozent der Betroffenen erleiden bleibende Schäden. Noch sechs bis 15 Jahre nach der Krankheit kann eine Infektion des Zentralen Nervensystems auftreten, die immer tödlich endet. Damit Masern eliminiert werden können, ist eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent notwendig, bundesweit liegt die Impfrate jedoch bei nur 90 Prozent.

Seit 2016 breitet sich der hochansteckende Keuchhusten wieder rasant aus. Das Robert-Koch-Institut verzeichnete bundesweit bisher 22 119 Fälle. Seit Jahresbeginn wurden bereits 1554 neue Keuchhusten-Patienten gemeldet. Begünstigt wird die rapide Verbreitung durch Impflücken. Keuchhusten kann auch bei ungeimpften Erwachsenen ausbrechen und zu gesundheitlichen Schäden führen.

Mit modernen Impfstoffen können Menschen gegen jene hochansteckenden Krankheiten anhaltend geschützt werden, für die es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt oder wo eine Behandlung häufig zu spät kommt. (red)


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